Einführung

Gesellschaftliches Engagement und eine Verantwortliche Unternehmensführung haben in vielen Unternehmen Tradition. Es gibt aber auch Möglichkeiten, das unternehmerische Engagement stärker als bisher zu bündeln und systematischer in alle Bereiche der Unternehmenstätigkeit zu integrieren und damit den Nutzen zu erhöhen.

Dieses Engagement nützt der Gesellschaft und ist gleichzeitig ökonomisch klug: Denn engagierte Unternehmen finden zum Beispiel einfacher neues Personal oder passende Auszubildende, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind stolz auf ihr Unternehmen und damit motivierter und sie werden von ihren Kunden besonders positiv bewertet.

Für das Engagement von Unternehmen im Gemeinwesen und eine Verantwortliche Unternehmensführung werden mittlerweile eine Vielzahl von Begriffen verwendet, von denen viele noch nicht abschließend definiert sind. Hier werden die wichtigsten vorgestellt.

Corporate Citizenship (CC) wird in Deutschland als "Bürgerschaftliches Engagement" von Unternehmen übersetzt. Mit Corporate Citizenship ist die Bündelung des Engagements eines Unternehmens im Gemeinwesen und dessen strategische Ausrichtung auf die Unternehmensziele gemeint. Innerhalb des übergreifenden CSR-Konzepts ist Corporate Citizenship mit dem Handlungsfeld "Gemeinwesen" gleichzusetzen.

Corporate Social Responsibility (CSR) wird in Deutschland oft als "Verantwortliche Unternehmensführung" oder "Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen" übersetzt. Mit CSR ist die soziale, ökologische und ökonomische Verantwortung von Unternehmen in allen Bereichen der Unternehmenstätigkeit: von der eigentlichen Wertschöpfung bis hin zu den Austauschbeziehungen mit Mitarbeitern, Zulieferern, Kunden und dem Gemeinwesen. CSR wird in der Praxis durch die Betrachtung und Gestaltung von vier zentralen Handlungsfeldern konkretisiert und handhabbar gemacht: Markt, Arbeitsplatz, Umwelt, Gemeinwesen.

Corporate Responsibility (CR) wird meist synonym für Corporate Social Responsibility verwendet.

Nachhaltigkeit ist eine Form des Wirtschaftens, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Das Konzept nachhaltigen Wirtschaftens verbindet daher soziale, ökologische und wirtschaftliche Aspekte der Unternehmenstätigkeit.

Triple Bottom Line - wörtlich "drei Striche unter der Bilanz" - leitet sich sich vom Gedanken der Nachhaltigkeit ab und meint die dreifache Rechenschaftslegung eines Unternehmens nach sozialen (people), ökologischen (planet) und ökonomischen (profit) Gesichtspunkten.

Soziale Kooperation beschreibt eine Form der Zusammenarbeit von Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung und gemeinnützigen Organisationen auf lokaler Ebene, bei der neue Lösungen für gesellschaftliche Probleme erprobt werden, von denen alle Seiten etwas haben.

Stakeholder Interessen- oder Anspruchsgruppen eines Unternehmens wie z.B. Kapitalgeber, Kunden, MitarbeiterInnen, kooperierende Unternehmen, Medien oder Nichtregierungsorganisationen, die die Ziele eines Unternehmens und deren Erreichung beeinflussen können oder selber durch die Ziele und deren Erreichung beeinflusst werden.

Weiteres zum Thema

Erläuterungen zu zahlreichen weiteren Begriffen finden Sie in unserem CC & CSR-Glossar

Eine Broschüre von future e.V. und dem IÖW bringt weitere Ordnung in den Begriffsdschungel rund um CC und CSR Bedeutung der CSR-Diskussion für Nachhaltigkeit (742kb)