Warum BP "grüner" denkt als andere

02. Mai 2002

In einem Zeit-Interview äußert sich BP-Chef Lord Browne über das ökologische Engagement seines Unternehmens und den Nutzen und Schaden von unternehmerischen Selbstverpflichtungen.

Zeit: Lord Browne, warum denken Sie "grüner" als viele ihrer Kollegen?

Browne: Vor allem aus einem Grund: Wenn ein Unternehmen wie BP die ökologische Herausforderung ernst nimmt, haben wir auch ein Recht, am Tisch zu sitzen, wenn die Leute über unsere Zukunft reden. Wir können unsere Geschäfte nicht an der Gesellschaft vorbei machen. [....] Marktorientierte Instrumente wie der Emissionshandel lösen die Klimaproblematik viel kostengünstiger als staatliche Regulierungen.

Zeit: Auch wirksamer als freiwillige Zusagen der Wirtschaft?

Browne: Das Problem dieser freiwilligen Selbstverpflichtungen ist, dass niemand wirklich ihre Einhaltung gewährleisten kann. Sie mögen ja gut gemeint sein - aber sie verursachen auch eine Menge Verwirrung. Jeder einzelne Teilnehmer kann nämlich nicht sicher sein, dass sich auch alle anderen an die Abmachung halten.