Berichterstattung normativ motivierter KMU zu sozialer Nachhaltigkeit. Ein Vergleich mit der Berichterstattungspraxis der DAX-30-Unternehmen

17. November 2008

Diplomarbeit im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Kassel. Michael Günther, 2008.

Abstract
Die Kernfrage der Arbeit lautet: Merkt man einen Unterschied in der Berichterstattung normativ motivierter KMU im Vergleich zu der Berichterstattung der (strategisch/Business Case orientierten) DAX-30 Unternehmen? Hierfür werden sieben Berichte von mittelständischen Unternehmen mit Hilfe ausgewählter Kriterien des vom IÖW durchgeführten Rankings der Nachhaltigkeitsberichte analysiert und den Ergebnissen des IÖW-Rankings gegenübergestellt.

Aufgrund der durchgeführten Bewertung ergibt sich in der Gesamtheit eine höhere Informationsdichte bei den DAX-30-Unternehmen gegenüber den KMU. Beide Unternehmensgruppen haben aber noch Defizite in der Berichterstattung. Kategorien wie z.B. die Interessen der Mitarbeiter werden unterschiedlich abgearbeitet. Arbeitzeitmodelle sollten noch deutlicher und umfangreicher in beiden Unternehmensgruppen erläutert werden. Ebenso bei den Anforderungen an Arbeitnehmerrechte und Beschäftigung.

Alles in allem lässt sich festhalten, dass die KMU-Berichterstattung noch in den "Kinderschuhen" zu stecken scheint und noch nicht die Professionalität aufweist wie die der DAX-30 Unternehmen. Die wesentlichen Unterschiede zwischen vermeintlich normativ geprägten KMU und strategisch ausgerichteten DAX-30-Unternehmen bestehen in der äußeren Erscheinung ihrer Berichte. Inhaltlich schwanken die Unterschiede und sind nach Informationsdichte und Fülle mehr den DAX-30 zuzuordnen. Die KMU stehen (noch) nicht in einem so großen kritischen öffentlichen Interesse, sind aber eventuell von regionalen Stakeholderansprüchen betroffen. Anders als eine strategische Ausrichtung und auf Reputation bedachte Berichterstattung der Großunternehmen, merkt man die erwartete normative Ausrichtung, die bei den betrachteten KMU unterstellt wird, eher nicht.

Betreuer
Dr. Michael Walther und Prof. Dr. Michael S. Aßländer

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