Wirtschaft und Menschenrechte: Studie zu aktuellen Herausforderungen

23. März 2015

Das Thema Wirtschaft und Menschenrechte hat sich in den letzten zehn Jahren stark entwickelt, begünstigt insbesondere durch die Verabschiedung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte des UN-Sonderbeauftragten für Wirtschaft und Menschenrechte, Prof. John Ruggie. Eine Studie der Economist Intelligence Unit zeigt, dass Unternehmen ihre Verantwortung für die Achtung der Menschenrechte anerkennen, aber unsicher sind, wie sie dieser Verantwortung gerecht werden können.

Ergebnisse der Studie:

  • Die überwiegende Mehrzahl der befragten Unternehmen (83%) sieht Unternehmen als wichtige Akteure bei Menschenrechtsthemen. Allerdings ist vielen Unternehmen noch unklar, wie sie ihrer Verantwortung auch gerecht werden können. Nur 22% der Unternehmen nehmen öffentlich Stellung zum Thema.
  • Ein fehlendes Verständnis der entsprechenden Zuständigkeiten (30%), mangelnde Ressourcen (27%) und fehlende Mitarbeiterschulungen (25%) machen es den Unternehmen schwer, aktiv zu werden.
  • Das Thema Menschenrechte wird je nach Unternehmen in den unterschiedlichsten Abteilungen angesiedelt, darunter CSR, Personalwesen und Strategie. Am häufigsten sind CEOs selbst verantwortlich (44%) oder zumindest aktiv eingebunden (28%).
  • Der "business case" der Achtung von Menschenrechten liegt eher darin,  gute Beziehungen mit Beschäftigten und anderen Stakeholdern zu entwickeln, als kurzfristigem Risikomanagement oder direkten finanziellen Einsparungen.

Für die Studie wurden weltweit 853 Führungskräfte aus verschiedenen Branchen befragt.


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