Reden ist Silber, Kampagnen sind Gold?

24. Juni 2015

Die von SÜDWIND durchgeführte Studie beschreibt Erfahrungen deutscher Nichtregierungsorganisationen mit Unternehmensdialogen. Sie untersucht Strategien, Finanzierungsthemen, Möglichkeiten zur Erfolgsmessung und mögliche Konflikte.

Ergebnisse der Studie:

  • Nichtregierungsorganisationen in Deutschland haben inzwischen viele Erfahrungen mit Unternehmensgesprächen gemacht. Sie verfügen über interne Prozesse, in denen sie über Ressourcenaufwand, Strategie und Zielsetzung von Unternehmensdialogen entscheiden. Sie bestehen zudem auf festen Vereinbarungen im Hinblick auf die Ziele der Gespräche und eine mögliche Veröffentlichung der Ergebnisse.
  • Die Finanzierung von Unternehmensdialogen ist nicht für alle Organisationen zufriedenstellend geklärt, die meisten haben jedoch Arrangements gefunden, um eine Finanzierung für die von ihnen angestrebten Dialoge sicherzustellen.
  • Einige Organisationen können auf konkrete Verbesserungen als Resultat von Unternehmensgesprächen verweisen. Ob das Instrument an sich jedoch geeignet und effizient ist, um Nachhaltigkeitsleistungen von Unternehmen zu verbessern, bleibt unklar.
  • Umstritten ist die Frage des Verhältnisses von Stakeholder-Dialogen zur staatlichen Regulierung. Insbesondere Umweltorganisationen sehen darin eine wertvolle Ergänzung zu ihren direkten Bemühungen um eine verbesserte Gesetzgebung. Menschenrechts- und Entwicklungsorganisationen fokussieren sich dagegen auf die Arbeit zur Gesetzgebung.

Für die Studie wurden 18 Interviews mit Vertretern von Nichtregierungsorganisationen geführt. Anschließend wurden die Interviewpartner zu einem Workshop eingeladen, in dem die Thematik vertieft wurde. Zusätzlich wurde eine Auswahl wissenschaftlicher Studie zum Thema Stakeholder-Dialoge ausgewertet.


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