Qualität der Fortschrittsberichte mittelständischer Unternehmen im Deutschen Global Compact Netzwerk

05. November 2014

Diese Frage beantwortet eine gemeinsame Studie studentischen Netzwerks sneep (student network for ethics in economics and practice) und des Deutschen Global Compact Netzwerkes (DGCN). Dabei wurden insgesamt 147 Berichtselemente in den Fortschrittsberichten (Communication on Progress, COP) mittelständischer Global Compact-Teilnehmer untersucht.

Ergebnisse der Studie:

  • Die untersuchten Fortschrittsberichte unterscheiden sich stark in Umfang und inhaltlicher Tiefe. Nur etwa ein Drittel der Berichte wurde von den Analysten subjektiv als umfassend eingeschätzt.
  • Die Größe eines Unternehmens ist bis auf wenige Ausnahmen kein entscheidender Faktor für die Berichtsqualität. Einige kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten erstellen Berichte, die die Qualität der Berichte größerer Unternehmen (mit 1.000-4.999 Beschäftigten) deutlich übertreffen. Herausforderungen und Schwächen werden in vielen Berichten nicht oder nur sehr knapp beschrieben.
  • Auch Fortschritte, Zielsetzungen und der Vergleich mit Vorjahreszielen fehlen häufig. Im Bereich Menschenrechte, Arbeitsnormen und Umweltschutz berichten 41-46% der Unternehmen nicht über ihre Fortschritte, im Bereich Korruptionsprävention sind es sogar 65%.

Für die Studie wurden die Fortschrittsberichte (COP) von 122 deutschen Global Compact-Teilnehmern mit weniger als 5.000 Mitarbeitern untersucht.


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