Verbesserte Berichterstattung zu Korruptionsbekämpfung und Lobbying

19. Dezember 2014

Transparency Deutschland untersuchte die Nachhaltigkeitsberichte 18 deutscher Großunternehmen und stellte fest, dass sich die Angaben zu Korruptionsbekämpfung und Lobbying im Vergleich zu 2012 deutlich verbessert haben.

Untersucht wurden Berichte, die dem internationalen Berichtsstandard der Global Reporting Initiative (GRI) entsprechen und dabei die höchste Anforderungsstufe  befolgen (Anwendungsebene A).

Ergebnisse der Studie:

  • Die Informationen in den Berichten sind im Vergleich zur Vorgängerstudie von 2012 vollständiger, die Angaben in den GRI-Indizes zutreffender.
  • Insgesamt hat sich die Anzahl der Abweichungen von den GRI-Regeln in etwa halbiert. Bei etwa einem Drittel der untersuchten Indikatoren wurden aber die GRI-Richtlinien noch immer nicht eingehalten.
  • Zusätzlich zur bundesweiten Untersuchung bietet die Studie einen regionalen Fokus auf Hamburger Unternehmen. Nur fünf der 100 mitarbeiterstärksten Unternehmen (Aurubis, Beiersdorf, Ergo, Hamburg Port Authority, Stadtreinigung) berichten nach den Richtlinien der GRI. Lediglich eines dieser Unternehmen (Stadtreinigung) hatte sich die höchste Anwendungsebene A vorgenommen und diese hohen Anforderungen auch vollständig erfüllt. In der bundesweiten Studie sind außerdem die Hamburger Großunternehmen Tchibo und Otto vertreten.

Vor zwei Jahren hatte die Analyse von Transparency Deutschland ergeben, dass Unternehmen im GRI-Index überwiegend angaben vollständig zu berichten, obwohl sie tatsächlich nur teilweise oder gar nicht berichteten.


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