Zahlungsbereitschaft für Produkte von verantwortlichen Unternehmen steigt

26. Juni 2014

Die Verbrauchermehrheit zeigt sich besorgt wenn es um den Schutz der natürlichen Umwelt oder extreme Armut auf der Welt geht. Doch erklären sich Verbraucher auch bereit Produkte von gesellschaftlich verantwortlichen Unternehmen zu bevorzugen und vor allem tun sie schlussendlich auch? Diesen Fragen ging der Marktforscher Nielsen nach.

Ergebnisse der Studie:

  • Über die Hälfte der Befragten (55%) gibt an, dass sie bereit sind mehr für Produkte und Dienstleistungen von Unternehmen zu bezahlen, die einen positiven Beitrag zu Bewältigung ökologischer und sozialer Probleme leisten. Dies ist ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren (2012: 50%, 2011: 45%).
  • Auffallend sind dabei die großen regionalen Unterschiede. Im asiatisch-pazifischen Bereich 64%, in Lateinamerika 63% und im Nahen Osten / Afrika 63% ist die artikulierte Zahlungsbereitschaft deutlich höher, als in Nordamerika (42%) und Europa (40%). In allen Regionen sind jedoch deutliche Anstiege gegenüber 2011 zu verzeichnen (9%, 13%, 10%, 7%, 8% Anstieg).
  • Ein ähnliches Bild zeigt sich mit Blick auf die Angaben zum Kauf von Produkten in der Vergangenheit. Weltweit geben 52% an in den letzten sechs Monaten ein Produkt eines verantwortlich geführten Unternehmens gekauft zu haben. Am höchsten ist Wert in Lateinamerika (65%), am niedrigsten in Europa (40%).
  • Dies zeigt sich auch mit Blick auf reale Verkaufszahlen. Im Jahresvergleich steigerte sich der Absatz von Produkten mit Nachhaltigkeitsangaben auf der Verpackung um 2% und der Absatz von Produkten mit aktiven Nachhaltigkeitsmarketing um 5%. Hingegen ging der Absatz von Produkten ohne diese Aktivitäten durchschnittlich um 1% zurück.

Für die Studie wurden 30.000 Menschen aus 60 Ländern online befragt sowie die Verkaufszahlen von Produkten in neun Ländern untersucht.


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