Nachhaltigkeitsaspekte gewinnen an Bedeutung bei der Beschaffung global agierender Unternehmen

01. September 2014

Bei den Beschaffungsaktivitäten von global agierenden Unternehmen gewinnt neben ökonomischen Zielen auch die Berücksichtigung von Umwelt- und Sozialaspekten entlang der Lieferkette in Entwicklungs- und Schwellenländern immer mehr an Bedeutung. Die Beweggründe und Maßnahmen hierfür sind vielfältig, wie ein Expertenpanel des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln zeigt.

Ergebnisse der Studie:

  • 71% der befragten Umweltexperten geben an, soziale und ökologische Aspekte in ihrem Unternehmen oder in ihren Mitgliedsunternehmen bei den Beschaffungsaktivitäten zu berücksichtigen. Bei rund 10% ist dies geplant.
  • Über drei Viertel der befragten Experten sehen das Image und die Reputation als das wichtigste Motiv (78%), gefolgt von Kundenanforderung (74%) und gesellschaftlicher Verantwortung mit rund 69%. Als weitere Gründe werden die Medienberichterstattung und  Anforderungen zertifizierter Umwelt- und Energiemanagementsysteme wie EMAS sowie verschärfte gesetzliche Bestimmungen genannt.
  • Als wichtigste Maßnahmen bei der Umsetzung nennen die Befragten die Schulung und Qualifizierung von Lieferanten an (76%), regelmäßige Kontrollen vor Ort (61%), die Zertifizierung von Lieferanten und Verpflichtung durch Lieferverträge (60%), die schriftliche Fixierung von Anforderungen (55%), Sanktionsmaßnahmen (44%) und Anreize, wie etwa Finanzhilfen (37%).

Für die Studie wurden 131 Umweltexperten der Wirtschaft im Juni und Juli 2014 befragt.


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