Sinn, gutes Geld und Work-Life-Balance - was erwarten Studierende von ihrem Job

08. Oktober 2014

Was ist dran an der These von der sinnorientierten Generation Y? Eine gemeinsame Studie des Netzwerks Enactus und des SVI-Stiftungslehrstuhls für Marketing der HHL Leipzig Graduate School of Management verschafft einen genaueren Blick aufs Thema.

In der Studie wurde eine umfassende Bestandsaufnahme der allgemeinen Werteorientierung der Generation Y sowie ihrer Erwartungen an die Arbeitswelt und Präferenzen bei der Arbeitgeberwahl erhoben.

Ergebnisse der Studie:

  • Ein gutes Gehalt und Arbeitsplatzsicherheit setzt die Generation als selbstverständlich voraus. Bei den Anforderungen an einen potenziellen Arbeitgeber steht mit 93% z.B. eine ausgeglichene Balance zwischen Beruf und Privatleben oben auf der Skala der Prioritäten. Die Work-Life-Balance ist nicht nur ein wichtiger Motivationsfaktor, es führt auch zu überdurchschnittlicher Unzufriedenheit, wenn das Privatleben durch den Beruf beeinträchtigt wird.
  • Ebenfalls als bedeutend eingestuft werden "Zukunftsorientierung" (92%) und ein "überzeugendes Geschäftsmodel" (91%). Ein "beeindruckender CEO" (34%) oder der "Börsenerfolg" des Unternehmens (16%) spielen hingegen nur eine untergeordnete Rolle.
  • Um zu ergründen, wie stark der nichtmonetäre Anteil an der Arbeitsmotivation ist, wurde den Umfrageteilnehmern die Lottofrage gestellt: Wie viel würden sie noch arbeiten, wenn ein Lottogewinn ihnen ein problemloses Leben ohne Arbeit ermöglicht? Nur 2% würden in diesem Szenario gar nicht mehr arbeiten. 15,5% dagegen würden ihre Wochenarbeitszeit nicht verändern. Im Mittel würden die Teilnehmer ihre Arbeitszeit um 30% senken.

Deutschlandweit haben sich mehr als 1.000 Studierende an der Untersuchung beteiligt.

Enactus wird von mehreren Unternehmen in Deutschland gefördert; darunter KPMG und SAP - beide Mitglied im UPJ-Unternehmensnetzwerk.


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Download der Studie