Nur ein Drittel der Deutschen akzeptiert höhere Preise für „grüne“ Produkte

18. Dezember 2013

Biogemüse, Biofleisch, nachhaltig produzierte Biobaumwolle – aber bitte vom Discounter. Sechs von zehn Deutschen achten auf nachhaltig hergestellte Produkte, aber nur 35 Prozent sind bereit, auch mehr dafür zu bezahlen. Dies ergab eine international durchgeführte Studie des Marktforschungsinstituts Ipsos.

In Deutschland haben sich höhere Preise für Nachhaltigkeit noch nicht durchgesetzt.

  • Bei den Ergebnissen in Bezug „auf nachhaltig produzierte Produkte achten" liegt Deutschland über dem globalen Durchschnitt: Lediglich jedem zweiten Weltbürger (51%) ist dies wichtig, aber immerhin 38 Prozent sind im weltweiten Durchschnitt bereit, dafür mehr zu zahlen.
  • Auch europaweit liegen die Deutschen mit ihrem „grünen Empfinden" zusammen mit den Bürgern aus der Türkei an der Spitze. Allerdings ist auch in der Türkei die Bereitschaft, für nachhaltige Produktion auch mehr zu zahlen, mit 54 Prozent sehr viel höher als in Deutschland.
  • Vor allem in Deutschland zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Alter und der Einstellung zur Nachhaltigkeit. Je älter die Bürger sind, umso wichtiger ist es: Mehr als zwei Drittel der 50-64-Jährigen achten auf nachhaltig produzierte Waren. Die Zahlungsbereitschaft verhält sich dagegen umgekehrt: Während 31 Prozent der Älteren auch mehr für diese Produkte zahlen würden, sind es 38 Prozent der bis 35-Jährigen.
  • Weltweit interessieren sich die Japaner am wenigsten für nachhaltig produzierte Waren (17%), und nur 13 Prozent würden auch mehr dafür zahlen.
  • Die Bevölkerung in Argentinien dagegen achtet weltweit am meisten auf umweltverträgliche Produktion, sieben von zehn Bürgern dort ist dies wichtig, aber nur jeder Zweite würde auch mehr dafür bezahlen.

Die Erhebungsländer für die vorliegende Studie waren: Argentinien Australien, Belgien, Brasilien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Ungarn, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Mexiko, Polen, Russland, Saudi Arabien, Süd Afrika, Süd Korea, Spanien, Schweden, Türkei und die USA. Grundlage sind Interviews mit einer internationalen Stichprobe von 18.503 Erwachsenen.

 

 


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