Deloitte Millennial Survey 2014

10. Februar 2014

Laut den befragten Nachwuchsführungskräften verfügen Unternehmen und Regierungen zwar über das Potenzial, die drängendsten Probleme der Gesellschaft zu lösen, nutzen es aber nicht ausreichend. Unternehmen werden insgesamt als positive Treiber für Gesellschaft und Wohlstand gesehen. Dies gilt besonders für die sogenannten Schwellenländer.

Die Befragten in den entwickelten Märkten billigen der Wirtschaft zwar zu, für Wohlstand zu sorgen, zweifeln deren Beitrag zum Allgemeinwohl aber an.

Ergebnisse der Studie:

  • Weltweit stehen 70% der Führungskräfte von morgen traditionell organisierten Unternehmen skeptisch gegenüber. Stattdessen ziehen sie es vor, zukünftig mittels digitalen Kommunikationsmitteln unabhängig zu arbeiten.
  • Während die meisten Millennials (74%) glauben, dass die Wirtschaft sich positiv auf die Gesellschaft auswirkt, weil sie Jobs schafft und Wohlstand steigert, sind sie auch davon überzeugt, dass die Unternehmen viel mehr tun können, um die drängendsten Probleme unserer Zeit zu lösen: Ressourcenknappheit (68%), Klimawandel (65%) und Einkommensgefälle (64%). Darüber hinaus wollen 50% der befragten Millennials für Unternehmen mit ethischen Prinzipien arbeiten.
  • Laut der Generation Y haben Regierungen zwar das größte Potenzial, um die großen gesellschaftlichen Probleme zu lösen, scheitern aber weitestgehend daran. Fast die Hälfte hat den Eindruck, dass Regierungen gerade dort Schaden anrichten, wo der größte Handlungsbedarf besteht: Arbeitslosigkeit (47%), Ressourcenknappheit (43%) und Einkommensgefälle (56%).
  • Millennials wollen für Organisationen arbeiten, die Innovation unterstützen. Tatsächlich lassen sich 78% der Millennials bei der Jobwahl davon beeinflussen, wie innovativ ein Unternehmen ist. Die meisten bemängeln, dass ihr derzeitiger Arbeitgeber sie nicht ermutigt, kreativ zu denken.
  • Millennials glauben, dass der Erfolg eines Unternehmens nicht nur an seiner finanziellen Leistungsfähigkeit gemessen werden sollte, sondern vor allem auch daran, ob es die Gesellschaft verbessern kann. Die Generation Y ist auch wohltätig und will am öffentlichen Leben teilhaben: 63% spenden für wohltätige Zwecke, 43% üben ehrenamtliche Tätigkeiten aus oder sind Mitglied einer gemeinnützigen Organisation, 52% haben Petitionen unterschrieben.

Für den dritten Deloitte Millennial Survey wurden weltweit über 7.800 gut ausgebildete, berufstätige Vertreterinnen und Vertreter der Generation Y – die auch als Millennials bezeichneten Jahrgänge ab 1983 – zu ihren Erwartungen an Regierung, Wirtschaft und den zukünftigen Arbeitsplatz befragt.


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