Entwicklungsbedarf bei DAX-Unternehmen beim Thema Corporate Citizenship

02. September 2013

Obwohl sich die Mehrheit der DAX-30-Konzerne gesellschaftlich engagiert, sprechen sie bisher selten über die Wirkungen ihres Engagements. Dadurch wird das Potenzial nicht ausgeschöpft, weder für Unternehmen noch für die Gesellschaft, so das Ergebnis einer aktuellen PHINEO-Studie. Best-Practice-Beispiele deuten aber auf eine Trendwende. Allerdings wünschen sich Unternehmen mehr Unterstützung von der Politik.

Die Ergebnisse der Studie:

  • Eine umfassende CC-Strategie stellen bereits knapp 80 % der untersuchten Unternehmen leicht oder teilweise verfügbar dar. Auch über die eigentlichen Maßnahmen und die dafür eingesetzten Ressourcen (Input) berichten sie überwiegend transparent.
  • Die größten Defizite liegen dagegen bei der übergreifenden Vision (nicht verfügbar bei 84%), in der Darstellung der Wirkungen, also den durch die Maßnahmen erzielten Veränderungen bei den Zielgruppen (nicht verfügbar bei 69%), und der Darstellung von Belegen für diese Veränderungen – etwa durch systematische Befragungen der Mitarbeiter oder mittels Evaluationen (nicht verfügbar bei 91%).
  • Erste Best-Practice-Beispiele weisen jedoch auf eine Trendwende. Immer mehr Unternehmen sehen in einer transparenten und qualitativ hochwertigen Berichterstattung den Schlüssel zum gesellschaftlichen und unternehmerischen Erfolg von Corporate Citizenship. Zu den Best-Practice Beispielen zählt z.B. die SAP AG, die ausführlich über die erzielten Wirkungen ihrer CC Maßnahmen berichtet.
  • Damit das gesellschaftliche Engagement der Unternehmen mehr bewirken kann, muss auch der Staat seinen Teil dazu beitragen und die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. Frank Klaas, Managing Director Global Public Affairs der Deutschen Börse AG: "Wir brauchen ein engagementfreundlicheres Klima und vor allem geeignete Rahmenbedingungen. Es darf beispielsweise nicht sein, dass einer Organisation, die Spenden von einem großen Unternehmen einwirbt, im Gegenzug die staatlichen Mittel gekürzt werden. Hier müssen Staat und Wirtschaft an einem Strang ziehen."

Die Untersuchung basiert auf den Angaben der Websites sowie der Jahres- und CSR-Berichte der DAX-30-Unternehmen aus dem Jahr 2012.


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