Verbreitung, Entwicklung und Erfolgsfaktoren von CSR – eine Expertenbefragung

23. Oktober 2012

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat unter der Leitidee „CSR – Made in Germany“ eine Studie veröffentlicht, in der Expertinnen und Experten zu ihrer Einschätzung zur Verbreitung, Entwicklung und zu Erfolgsfaktoren von CSR befragt wurden.

Zusammenfassend zeigt sich, dass CSR Strategien immer wichtiger werden, insbesondere auch bei kleineren Unternehmen. Politik kann helfen, dass verantwortliche Unternehmensführung Schule macht und Unternehmen, die CSR ganzheitlich betrachten, haben einen merklichen Vorteil gegenüber solchen, die CSR noch als Randthema betrachten.

Ergebnisse der Studie

  • Nach Auffassung der Expertinnen und Experten sind CSR-Strategien in mehr als 50% der deutschen Großunternehmen bereits angekommen und werden in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen.
  • Die Befragten meinen: Kleinere und mittlere Unternehmen haben hier noch Nachholbedarf. Nur 23% sehen die Anwendung von CSR-Strategien
    in kleinen und mittleren Unternehmen als vebreitet an. Für die Zukunft wird aber auch in diesem Segment mit einem Bedeutungszuwachs gerechnet.
  • Die Politik sollte nach Auffassung von 63% der befragten Expertinnen und Experten die Umsetzung von CSR-Strategien durch Förderung sinnvoll flankieren.
  • Wichtigste Hebel sind nach Einschätzung der Expertinnen und Experten das Vorzeigen von Vorbildern (88%), das Bereitstellen von Wissensangeboten und Vernetzungsmöglichkeiten (85%) sowie die öffentliche Anerkennung (75%).
  • Nach Einschätzung der Expertinnen und Experten wird CSR künftig positive Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg haben. 66% gehen davon aus, dass CSR ein wichtiger Faktor bei Arbeitsplatzwahl sein wird. 62% sehen CSR künftig als Kaufargument.
  • Als erfolgskritisch bewerten die Expertinnen und Experten, dass CSR in der Geschäftsstrategie verankert wird (90%). Die Befragten sind sich einig: Die Verantwortung für die CSR-Strategie eines Unternehmens gehört in die Chefetage (87%).

Für die Studie wurden 100 Expertinnen und Experten, davon 25 Wirtschaftsprofessorinnen und -professoren, 25 Wirtschaftspolitikerinnen und –politiker,  25 Fachjournalistinnen und –journalisten, und  25 Vertreterinnen und Vertreter aus Großunternehmen befragt.