WWF Bericht zeichnet düsteres Bild vom Zustand der Erde

28. Mai 2012

In seinem "Living Planet Report" zeigt der WWF, wie der Mensch Tiere und Pflanzen immer stärker verdrängt. Die Studie misst Veränderungen der weltweiten Biodiversität und des menschlichen Konsums.

Der "Living Planet Index" zeigt den Zustand der Ökosysteme durch Erfassung der Bestände zahlreicher Tier- und Pflanzenarten in aller Welt. Der "Ökologische Fußabdruck" gibt den Umfang der Beanspruchung der Ökosysteme durch den Menschen an.

Ergebnisse der Studie:

  • Der Living Planet Index beschreibt den Rückgang bei der Bestandsgröße ausgewählter Arten um 28 Prozent seit 1970, in tropischen Regionen durchschnittlich sogar um 60 Prozent.
  • Der Ökologische Fußabdruck hat sich seit 1966 verdoppelt und wächst weiter. Damit verbraucht die Menschheit 1,5-mal so viel natürliche Ressourcen wie sich jährlich erneuern.
  • Das Wachstum wohlhabender Staaten findet auf Kosten der ärmsten Länder statt, die am meisten natürliche Ressourcen beisteuern und selbst am wenigsten verbrauchen.

Daher fordert der WWF im Living Planet Report, den Anteil erneuerbarer Energien im globalen Energiemix auf mindestens 40 Prozent bis 2030 zu steigern. Weitere Forderungen sind ein besserer Schutz der Ökosysteme, ein Stopp der Waldvernichtung, eine effizientere, umweltfreundlichere Produktionsweise, veränderte Konsumgewohnheiten sowie eine drastische Reduktion von Treibhausgasemissionen.

Der Living Planet Report erscheint alle zwei Jahre und wird gemeinsam mit der Zoologischen Gesellschaft von London (ZSL) und dem Global Footprint Network (GFN) erstellt.