Otto Group Trendstudie 2009: Die Zukunft des ethischen Konsums

08. September 2009

Ethischer Konsum wird sich auch zukünftig weiter positiv entwickeln. Er hat trotz derzeitiger Wirtschaftskrise das Potenzial, zum Fortschrittsmotor von morgen zu werden. Dazu muss es gelingen, die zur Zeit noch Desinteressierten, vor allem jüngeren Verbraucher zu gewinnen. Dies ist eines der Ergebnisse der "Otto Group Trendstudie 2009".

Die Studie knüpft an die "OTTO-Trendstudie 2007 Konsum-Ethik" an und gibt einen Ausblick, wie sich ethischer Konsum bis 2014 in Deutschland voraussichtlich entwickeln wird.

Ergebnisse der Studie:

  • Der Vergleich zwischen den Jahren 2007 und 2009 zeigt, dass Bio-, Fair- und Regio-Produkte trotz stagnierender Löhne boomten. Besonders Frauen, höher Gebildete und die 48- bis 67-Jährigen haben diese Entwicklung vorangetrieben.
  • Auch Männern und der Gruppe der 28- bis 47-jährigen ist ethischer Konsum heute mehr wert als dies noch 2007 der Fall war. Sie sind deutlich stärker bereit, für ethischen Konsum auch mehr zu bezahlen, als noch vor zwei Jahren (plus 11% und 9%).
  • Die Gruppe der 16- bis 27-Jährigen interessiert sich nur mäßig für den ethischen Konsum. Sie delegiert Verantwortung an Politik und Unternehmen, ohne diese durch eigenes Verhalten beziehungsweise entsprechendes Kaufverhalten zu unterstützen.
  • Für die Entwicklung des ethischen Konsums in den kommenden fünf Jahren hat die Studie sieben zentrale Herausforderungen identifiziert. Eine der größten Herausforderungen wird es für Unternehmen, Politik und Gesellschaft sein, die Gruppe der Desinteressierten für das Thema ethischer Konsum zu gewinnen.

Im Rahmen der von Otto beauftragten Studie befragte das Trendbüro 1.000 Personen zwischen 16 und 74 Jahren. Außerdem wurden Experten-Interviews, ein Expertenworkshop und eine Lead-User-Diskussion auf Utopia.de durchgeführt, die in die Ergebnisse der Studie einflossen.


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Download der Studie (15,8MB)