White paper: CSR in Australien und Neuseeland

11. Oktober 2009

Im Frühjahr diesen Jahres befragte der Personaldienstleister Manpower 3669 Vertreter aus neuseeländischen und australischen Unternehmen zu ihren CSR-Strategien und deren Umsetzung. Die Ergebnisse wurden nun in einem White paper veröffentlicht.

Ergebnisse der Studie:

  • Im Schnitt führen 48% der Unternehmen in Australien und Neuseeland nach eigenen Angaben CSR-Aktivitäten durch.
  • In beiden Ländern zeigen sich jedoch sehr große Unterschiede zwischen kleinen, mittleren und großen Unternehmen. 75% der australischen Unternehmen mit mehr als 1001 Mitarbeitern geben an CSR-Aktivitäten durchzuführen. Bei Unternehmen mit 51-100 Mitarbeitern sind es nur 51% , bei Unternehmen mit 2-10 Mitarbeitern lediglich 35%. Ähnliche Ergebnisse zeigen sich in Neuseeland.
  • Von den Unternehmen mit CSR-Aktivitäten verfügen 24% über eine offizielle CSR-Strategie, 18% über eine informelle CSR-Strategie. Die Mehrheit (58%) hat jedoch keine Strategie.
  • Als bedeutendste Nutzenfelder einer verantwortlichen Unternehmensführung werden eine gesteigerte Mitarbeitermotivation (Australien 32%, Neuseeland 33%) und ein besseres Image in der Öffentlichkeit (Australien 29%, Neuseeland 28%) gesehen.
  • Über 3/4 der befragten Unternehmen misst den wirtschaftlichen Nutzen ihrer CSR-Aktivitäten jedoch nicht.

Auf Grund fehlender historischer Vergleichsdaten lassen die Ergebnisse der Untersuchung keinen Schluss zu, ob die aktuell wirtschaftlich angespannte Lage zu einer Verringerung der CSR-Aktitäten geführt hat. Die Autoren vermuten jedoch, dass vor allem viele mittelständische Unternehmen CSR als für zu kostspielig erachten und nicht in ausreichendem Maße erkennen, welche Chancen zur Steigerung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit mit einer verantwortlichen Unternehmensführung verbunden sind.