Volunteering und Pro bono-Unterstützung sehr wertvoll, aber noch nicht ausreichend genutzt

27. Mai 2009

Die Beratungsgesellschaft Deloitte hat jüngst ihren 2009 Volunteer IMPACT Survey veröffentlicht. Das Fazit der Erhebung: Sowohl Nonprofit-Organisationen als auch Unternehmen übersehen die großen Einflussmöglichkeiten, die qualifizierte Freiwilligenarbeit und kostenlose Beratung (Pro bono) bieten, um die in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise sinkenden für Unternehmensspenden zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel zu kompensieren.

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation geben 40% der Führungskräfte aus Nonprofit-Organisationen an, sie würden in diesem Jahr zwischen 50.000 und 250.000 Dollar für Auftragnehmer externe Dienstleister und Berater ausgeben. Bisher hat knapp ein Viertel (24%) der befragten gemeinnützigen Organisationen dabei nicht geplant, qualifizierte Unterstützung durch Freiwillige oder kostenlose Beratung (Pro bono) in 2009 zu nutzen.

Ergebnisse der Studie:

  • 9 von 10 gemeinnützigen Organisationen geben an, einen großen Bedarf an qualifizierter Freiwilligenarbeit und kostenloser Beratung zu haben. Diese Angaben stehen im Widerspruch zu unternehmerischen Bemühungen, solch eine Unterstützung anzubieten.
  • Etwa ein Drittel (35%) der gemeinnützigen Organisationen verfügen nicht über die erforderliche Infrastruktur, um Freiwillige zu beschäftigen.
  • Mehr als ein Viertel der Unternehmen hat keine Funktion zum Management eines Volunteering-Programms besetzt. 17% der Unternehmen betreiben kein Volunteering-Programm.
  • Die Hälfte der befragten Unternehmen bietet keine Unterstützung durch qualifizierte Freiwillige an – trotz des Glaubens an dessen Nutzen.

Für die Umfrage wurden im Februar 2009 Interviews mit 300 Führungskräften aus US-amerikanischen Nonprofit-Organisationen und Unternehmen geführt, die innerhalb ihrer Organisation in die Vergabe von Spenden und die Entscheidung über Volunteering-Projekte involviert sind.