Unterhaltungsbranche mit Aufholbedarf bei Nachhaltigkeitsberichterstattung

27. Juli 2009

Die Qualität der Nachhaltigkeitsberichterstattung der weltweit größten Unterhaltungskonzerne kann nicht mit der anderer Branchen mithalten, so eine Studie des Roberts Environmental Center. Als bestes Unternehmen innerhalb der Branche und gleichzeitig einziges untersuchtes Unternehmen mit Sitz ausserhalb der USA schneidet Bertelsmann ab.

Für die Studie wurden die im Internet verfügbaren Informationen der 14 Unterhaltungskonzerne der Fortune Global 500 and Fortune 1000 analysiert. Als Methode wurde der so genannte "Pacific Sustainability Index" angewendet, mit dem bereits die Nachhaltigkeitsberichterstattung zahlreicher andere Branchen untersucht wurde und der somit eine Vergleichbarkeit zwischen den Branchen ermöglicht.

Ergebnisse der Studie:

  • Insgesamt zeichnet sich die Branche durch das Fehlen sowohl von qualitativen als auch quantitativen Informationen aus. So erwähnen nur z.B. nur wenige Unternehmen überhaupt das Thema Klimawandel und kein Unternehmen macht Angaben zu seiner ökologischen Leistung.
  • Das deutsche Unternehmen Bertelsmann erhält mit deutlichem Abstand die höchste Wertung innerhalb der Branche und zeichnet sich im direkten Vergleich zu seinen Wettbewerbern durch die vollständigste und umfassendste Berichterstattung aus. Im Vergleich zur Berichterstattung in anderen Branchen schneidet Bertelsmann insgesamt aber auch nur mittelmäßig ab und der aktuellste Bericht stammt bereist aus dem Jahr 2005.
  • Auf den Plätzen zwei bis vier folgen die Unternehmen Walt Disney, CBS und Viacom. Schlusslicht des Rankings ist die Warner Music Group.

Auf der Internetseite des Roberts Environmental Center können die Ergebnisse der Unterhaltungsbranche mit den Ergebnissen anderer Branchen verglichen werden.


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Download der Studie (1,5MB)