Deutsche Jugendliche sorgen sich über den Zustand der Welt in 20 Jahren

17. August 2009

Mehr als drei Viertel aller Jugendlichen in Deutschland sind besorgt über den Zustand der Welt in 20 Jahren. Das zeigt eine aktuelle Befragung der Bertelsmann Stiftung zum Thema "Jugend und Nachhaltigkeit".

Ziel der repräsentativen Umfrage war es, Einsicht in das Problem- und Lösungsbewusstsein von Jugendlichen zu weltweit relevanten Entwicklungen zu bekommen und zu erfahren, welche Per­spektiven sie für künftige Generationen in einer globalisierten Welt sehen.

Ergebnisse der Studie:

  • Zu den größten weltweiten Herausforderungen zählen die Jugendlichen das Armutsproblem (75%), Klimawandel und Umweltzerstörung (73%) sowie den Mangel an Nahrung und Trinkwasser (70%).
  • Zu den weniger dringlichen Herausforderungen gehören nach Einschätzung der Jugendlichen die Wirtschafts- und Finanzkrise, der internationale Terrorismus und der Anstieg der Weltbevölkerung.
  • Die Jugendlichen glauben überwiegend, dass die weltweiten Herausforderungen überwunden werden können. Nur 28% halten die Probleme für zu groß und unlösbar. Dazu seien jedoch Verhaltensänderungen sowohl bei den Mächtigen in Politik, Wirtschaft und großen Organisationen als auch bei den Bürgern selbst erforderlich.
  • Als Treiber von Veränderungsprozesses sehen die befragten Jugendlichen u.a. langfristige Strategien der Politik im Interesse nachfolgender Generationen (80%), ein stärkeres gesellschaftliches Engagement der Wirtschaft (78%), intensivere Bildungsmaßnahmen für die nachhaltige Entwicklung (69%) und bessere Mitwirkungsmöglichkeiten der Jugend bei gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen (68%).
  • 64%der befragten Jugendlichen glauben, dass internationale Nachhaltigkeitsnetzwerke einen Einfluss auf globale Entwicklungen haben. Zudem setzt eine Mehrheit der Befragten große Hoffnungen auf technische Innovationen.

Die Meinungsumfrage des Instituts TNS Emnid wurde von Mitte Juni bis Mitte Juli 2009 unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland und Österreich im Alter zwischen 14 und 18 Jahren durchgeführt.


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