Obamas Wahl weckt Hoffnung für mehr CSR

12. November 2008

Nahezu 90% einer durch die Non-Profit-Organisation BSR befragten Gruppe von CSR Experten glauben, dass die Wahl des zukünftigen US-Präsidenten Barack Obama einen positiven Einfluss auf die Weiterentwicklung Verantwortlicher Unternehmensführung (CSR) haben wird.

Business for Social Responsibility (BSR) nutzte auf seiner jährlichen Konferenz, die dieses Jahr während der US-Präsidentschaftswahlen stattfand, die Chance, die Teilnehmer nach ihrer spontanen Einschätzung zur Wahl Obamas und zur aktuellen Finanzkrise zu fragen.

Ergebnisse der Umfrage:

  • Die befragten Personen nannten vorwiegend drei Bereiche, die der zukünftige Präsident aus ihrer Sicht voranbringen solle: Eine verstärkte Förderung von Investitionen in erneuerbare Energien (67%), die Entwicklung einer Strategie zur Minderung des Klimawandels (53%) sowie die Initiierung einer stärkeren Kooperation zwischen Unternehmen, Regierung und Gesellschaft (42%).
  • Fast zwei Drittel der Befragten äußerten die Annahme, dass das eingetretene Ausmaß der Finanzkrise hätte gemindert werden können, wenn die Wirtschaft effektivere CSR Programme und Praktiken implementiert hätte. 
  • Eine große Mehrheit (97%) gab an, zukünftig mit einer starken Zunahme der Regulierung von CSR Themen durch Regierungen zu rechnen, insbesondere bei Klimawandel (86%) sowie Corporate Governance und der Finanzkrise (83%).
  • Fast drei Viertel (72%) rechnen damit, dass Unternehmen zunehmend dem Anspruch gerecht werden müssen, zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beizutragen. Mehr als die Hälfte glaubt, dass Unternehmen dieser Anforderung nachkommen werden.
  • Obwohl ein Drittel der Befragten angab, durch die Finanzkrise mit einer Kürzung des Budgets für zukünftige CSR Projekte zu rechnen, zeigten sich 77% optimistisch, dass in den kommenden fünf Jahren Unternehmen weltweit CSR in Kernstrategie und operatives Geschäft einbeziehen.

In der von BSR und Cone durchgeführten Erhebung wurden 424 Vertreter von Unternehmen, Non-Profit-Organisationen, Regierung und Wissenschaft aus 28 Ländern befragt.