Stellenwert von Corporate Citizenship bei US-amerikanischen Führungskräften

09. Dezember 2008

Die Economist Intelligence Unit, eine an die gleichnamige amerikanische Zeitschrift angebundene Beratungsfirma, hat im Rahmen ihrer Studie "Corporate Citizenship: profiting from a sustainable business" rund 560 Führungskräfte US-amerikanischer Unternehmen über den Stellenwert nachhaltigen Wirtschaftens und Corporate Citizenship befragt.

Die Autoren der Studie stellen fest, dass US-Firmen im Vergleich zu Europa aufholen, wenn es darum geht, proaktiv Corporate Citzenship-Aktivitäten zu planen und durchzuführen. Dennoch stehen, bis auf einige Ausnahmen, die meisten Unternehmen weiter vor der Aufgabe, den Nutzen ihrer Corporate Citizenship-Maßnahmen für das Unternehmen zu maximieren. 

Ergebnisse der Studie:

  • Drei Viertel der Befragten sind der Meinung, Corporate Citizenship könne zu einem steigenden Unternehmensgewinn beitragen.
  • Währenddessen betrachtet nur ein Viertel der Führungskräfte Corporate Citizenship als sehr wichtig für die gesamte Geschäftsstrategie des Unternehmens.
  • Für die meisten befragten Unternehmen ist Corporate Citizenship eher ein Randthema. Nur 28% betrachten ihre CSR- bzw. Corporate Citizenship-Strategie als "proactive", was eine gezielte und langfristige Förderung von Corporate Citizenship-Maßnahmen beschreibt. Diese Unternehmen geben an, bei internen Befragungen zur Zufriedenheit mit diesem Vorgehen bessere Ergebnisse zu erzielen.
  • 19% der Führungskräfte, die die Frage nach der jährlichen Investition in Corporate Citizenship-Aktivitäten beantworteten, geben pro Jahr mehr als eine Million US Dollar für diesen Bereich aus.
  • Fast die Hälfte der befragten Führungskräfte plant in den nächsten fünf Jahren das Engagement des Unternehmens trotz der aktuellen Finanzkrise finanziell auszuweiten.
  • Neben einer gesicherten Finanzierung und Langfristigkeit wird die Wahrnehmung des Themas auf Führungsebene für zentral erachtet. 92% geben an, Corporate Citizenship-Maßnahmen seien vom Vorstand oder Entscheidungsträgern angestoßen worden.

Besonders im Bereich der Umwelt wird in den USA nachhaltiges Wirtschaften als win-win-Situation für Unternehmen und Gesellschaft begriffen und Verbesserungen unabhängig politischer Vorgaben angestrebt. Die Autoren schließen mit dem Fazit: "For most American firms, however, these activities are in their infancy. But companies increasingly realise the importance of good Corporate Citizenship for building a sustainable business."