(Wann) kann man CSR-Berichten glauben?

04. August 2008

Eine neue Studie von CorporateRegister.com gibt einen umfassenden Überblick über das Feld der Verifizierung und Begutachtung von CSR- und Nachhaltigkeitsberichten. Die Studie zeigt dabei u.a. auf, wer seine Berichterstattung durch wen und nach welchen Methoden begutachten lässt.

Während sich insbesondere bei großen Unternehmen die regelmäßige Berichterstattung über die ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen der Unternehmenstätigkeit sowie entsprechende Aktivitäten und Ziele mittlerweile fest etabliert hat, lassen nur vergleichsweise wenige Unternehmen ihre Berichterstattung durch eine unabhängige dritte Organisation begutachten. Für das Jahr 2008 wird erwartet, dass ca. 3.000 Unternehmen einen CSR-Bericht veröffentlichen, davon werden geschätzt allerdings lediglich 750 ein Statement von Dritten enthalten, dass die Vollständigkeit und Glaubwürdigkeit der Informationen begutachtet.

Ergebnisse der Studie:

  • Die Popularität der externen Begutachtung nimmt in den letzten Jahren stetig zu. 2007 enthielten 650 Berichte ein Statement Dritter.
  • Insbesondere europäische Unternehmen lassen ihre Berichterstattung begutachten. Nord Amerikanische Unternehmen verzichten hingegen in vielen Fällen auf eine Begutachtung. Die Begutachtung in Asien nimmt rasant zu. Bereits heute werden mehr Berichte in Asien als in Nord-Amerika begutachtet.
  • Es kristallisieren sich langsam Richtlinien für die Begutachtung von CSR-Berichten heraus. In der Breite akzeptierte Standards gibt es jedoch noch nicht.
  • Die Zahl der Organisationen, die Berichte begutachten geht in die Hunderte. Es lassen sich jedoch drei Haupttypen identifizieren: Die großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (Big 4), Zertifizierungsinstitutionen und spezialisierte Beratungshäuser.

CorporateRegister.com ist ein weltweites Online-Verzeichnis für CSR- und Nachhaltigkeitsberichte. Die Erstellung der Studie wurde durch SGS, KPMG, LRQA und das Reassurance Network unterstützt.