Corporate Responsibility Reporting wird Mainstream

03. November 2008

Bereits zum sechsten Mal seit 1993 veröffentlicht KPMG das "International Survey of Corporate Responsibility Reporting" und stellt fest, dass sich die CR- und Nachhaltigkeitsberichterstattung zum festen Bestandteil der Kommunikation großer Konzerne etabliert hat.

Ziel der Studie ist es einen Querschnitt von der Berichterstattung der Global Fortune 250 (G250) und der 100 größten Unternehmen in 22 Staaten zu erstellen, um damit Trends und Entwicklungen abzubilden. Ingesamt stand dabei ein Sample von 2200 Unternehmen sowie die Daten der letzten fünf Untersuchungen zur Verfügung.

Die Ergebnisse der Studie:

  • 80% der G250 nutzen das Instrument des CR-Reportings. Auf nationaler Ebene führen dabei Japan mit 88% und Großbritannien mit 84%.
  • Seit der letzten Untersuchung im Jahr 2005 wuchs die Zahl der bei den G250-Unternehmen einzeln veröffentlichten CR-Reports von 52% auf 79% an. Dies sind in konkreten Zahlen 197 Unternehmen von 250.
  • Der Stakeholder-Dialog kommt im Zuge der Aufwertung von CR- und Nachhaltigkeits-Fragen eine immer stärkere Bedeutung zu. Führten 2005 ca. 33% der Unternehmen einen Austausch mit ihren Anspruchsgruppen so verdoppelte sich jetzt die Zahl.
  • Die Richtlinien der global Reporting Initiative (GRI) und internationale  Abkommen wie der Global Compact  gewinnen besonders unter den G250 an Bedeutung. Drei Viertel der Unternehmen wendet die GRI-Richtlinien an und 40% sind Mitglied des Global Compact.
  • Gleichzeitig sind 50% der G250 in nachhaltigkeitsorientierten Indizes wie dem FTSE4GOOD und dem Dow Jones Sustainability Index gelistet.

Die Studie wirft darüber hinaus einen detaillierten Blick auf die Spezifika der untersuchten Länder wie Australien, Brasilien oder Tschechien. Die Berichterstattung deutscher Unternehmen wurde jedoch nicht untersucht.