Ranking deutscher Nachhaltigkeitsberichte: Otto siegt, gefolgt von RWE und BASF

05. Dezember 2007

Nach dem diesjährigen Ranking der Nachhaltigkeitsberichte der 150 größten deutschen Konzerne informiert das Unternehmen Otto am besten darüber, wie es seine soziale und ökologische Verantwortung wahrnimmt.

Für die Studie wurden durch das Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und future e.V. die CSR- und Nachhaltigkeitsberichte nach einem festgelegten Kriterienkatalog bewertet, der in weiten Teilen auf den Kriterien des Rankings aus 2005 beruht. Neben übergreifenden Kriterien wie z.B. zur Nachhaltigkeitsstrategie und den Zielen der Unternehmen wurden die Berichte auf Aspekte wie "Soziale Verantwortung im Umfeld" oder "Ökologische Aspekte der Produktion" hin untersucht.

Der Nachhaltigkeitsbericht von Otto zeichne sich insbesondere durch eine hohe Glaubwürdigkeit und Transparenz aus, so die Autoren der Studie. RWE folge mit einem gut strukturierten Bericht, der neben einer breiten Darstellung der Nachhaltigkeitsbereiche vertieft auf aktuelle Themen wie Klima und Chancengleichheit eingehe. BASF überzeuge u.a. mit der Darstellung ihrer selbstentwickelten Ökoeffizienzanalyse.

Ergebnisse der Studie:

  • 111 der 150 größten deutschen Unternehmen veröffentlichen CSR-, Nachhaltigkeits-, Umweltberichte oder vergleichbare Publikationen.
  • Im Vergleich zum Ranking im Jahr 2005 ist ein leicht gestiegenes Niveau der Berichte festzustellen.
  • Stärkster Entwicklungsbedarf besteht bei der Behandlung sozialer Anforderungen.
  • Gut ein Viertel (39) der deutschen Konzerne bietet keine Informationen zu CSR- oder Nachhaltigkeitsthemen an, darunter vor allem Unternehmen in den Branchen Versicherungen und Handel.

future und IÖW führen bereits seit 1994 Rankings der Umweltberichte deutscher Unternehmen durch. Das diesjährige Ranking fand mit Unterstützung des Rates für Nachhaltige Entwicklung statt. Das die nächste Untersuchung erfolgt im Jahr 2009.