Corporate Citizenship: Einstellungen führender US-Unternehmerpersönlichkeiten

21. Dezember 2007

Die positiven Einstellungen zu Corporate Citizenship unter führenden Persönlichkeiten amerikanischer Unternehmen stimmen noch nicht mit deren tatsächlichem Engagement überein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Center for Corporate Citizenship des Boston College und der Hitachi Foundation.

Die Kluft zwischen Werten, denen sich Unternehmen verschreiben, und dem, was sie tatsächlich tun, ist nach Aussage der Autoren die wichtigste Erkenntnis der Studie "The Status of Corporate Citizenship 2007 – Time to Get Real: Closing the Gap Between Rhetoric and Reality".

Ergebnisse der Studie:

  • 60% der befragten Führungskräfte geben an, gesellschaftliches Engagement sei zu einem großen oder sehr großen Maße Bestandteil der Unternehmensstrategie – aber nur 39% berichten nachweislich, dass Corporate Citizenship Teil des unternehmerischen Planungsprozesses ist und nur 25 % benennen verantwortliche Personen für gesellschaftliche Themen.
  • 76% der führenden Persönlichkeiten geben an, Corporate Citizenship passe zu den unternehmenseigenen Traditionen und Werten – dabei kommunizieren nachweislich nur 36% der Unternehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung an ihre Mitarbeiter.
  • Die meisten Führungskräfte (81%) bestätigen die Wichtigkeit von Wertschätzung und fairer Behandlung ihrer Mitarbeiter – trotzdem führen weniger als die Hälfte Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch.
  • Während 41 % der Führungskräfte der Meinung sind, Unternehmen sollten für die Verbesserung von Bildung und Qualifikation in den Gemeinden, in denen sie operieren, verantwortlich gemacht werden, bieten nur 18 % der Unternehmen Weiterbildung in wirtschaftlich schwachen Gemeinden an.

Neben der Einstellung amerikanischer Führungspersönlichkeiten zu Corporate Citizenship wurden weitere Themen untersucht, u.a. treibende Kräfte, Nutzen und Management von Corporate Citizenship sowie der Einfluss auf unternehmerische Stakeholder. Insgesamt wurden im Rahmen der Studie 751 Führungskräfte von Unternehmen sämtlicher Größen befragt.