CSR bei bei Berliner KMU

04. Dezember 2007

Die TÜV Rheinland Bildung und Consulting und die Multimedia-Agentur outermedia führten die Studie "CSR in Berliner KMU" durch. An der Online-Befragung im Herbst 2007 nahmen 210 Mittelständler teil. Parallel dazu wurden 54 Tiefeninterviews mit kleinen und mittleren Berliner Unternehmen sowie zehn Großunternehmen mit Hauptsitz oder Zweigstelle in Berlin geführt.

Untersucht wurden u.a. konkrete Aktivitäten sowie deren Organisation, Umsetzung und Kontrolle.

Ergebnisse der Studie:

  • Neben ethischen Gründen, die viele Befragte als Hauptgrund für gesellschaftliches Engagement sehen, sind auch wirtschaftliche Motive und Gründe im Unternehmensumfeld (z.B. Motivation der Mitarbeiter/innen) von hoher Bedeutung.
  • Das konkrete Engagement hängt sehr von der persönlichen Einstellung und Initiative der Inhaber/innen bzw. Geschäftsführer/innen ab. Es wird in KMU zu über 90% von diesen Personen selbst oder von einer anderen verantwortlichen Einzelperson koordiniert.
  • Ein Großteil der Aktivitäten der KMU hat einen starken Bezug zur Region Berlin und teilweise auch Brandenburg.
  • Neben dem Engagement für Mitarbeiter/innen konzentrieren sich die Unternehmen vor allem auf Spenden und Sponsoring. Engagements, bei denen sie ihre Kernkompetenzen einbringen, sind eher selten.
  • Auch aktive Unternehmen kommunizieren ihr Engagement bisher kaum bzw. gehen sehr zurückhaltend mit der Kommunikation konkreter Projekte um. 44% der Unternehmen geben an, ihr Engagement nicht gesondert zu kommunizieren.

Aufbauend auf den Ergebnissen der Studie wird ab Januar 2008 ein zweijähriges Pilotprojekt starten, in dem zehn ausgewählte Berliner KMU bei der Entwicklung und Umsetzung einer CSR-Strategie qualifiziert, beraten und begleitet werden.

Die Studie wurde im Auftrag der Berliner Senatsverwaltungen für Wirtschaft, Technologie und Frauen sowie Integration, Arbeit und Soziales durchgeführt und über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus Landesmitteln gefördert.