8. Edelman Trust Barometer: CSR schafft Vertrauen

04. Februar 2007

Die weltweit größte unabhängige PR-Agentur Edelmann hat auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos die Ergebnisse ihrer jährlichen Studie "Trust Barometer" vorgestellt. 3.100 weltweit befragte Meinungsführer sind mehrheitlich der Meinung, dass Unternehmen gesellschaftliche Probleme am besten lösen können und durch eine gesellschaftlich verantwortliche Unternehmenstätigkeit stark an Vertrauen gewinnen.

Das Edelman Trust Barometer ist eine jährliche Umfrage, in der weltweit Meinungsführer zu Vertrauen und Glaubwürdigkeit von Institutionen, Unternehmen und Medien befragt werden. Dazu wurden Interviews mit 3.100 Meinungsführern in 18 Ländern durchgeführt. Als Meinungsführer wurden Personen definiert, die zwischen 35 und 64 Jahre alt sind, einen Hochschulabschluss besitzen, deren jährliches Haushaltseinkommen sich im oberen Viertel ihres Landes befindet und die im politischen, wirtschaftlichen und medialen Bereich engagiert sind.

Ergebnisse der Studie

  • Die Wirtschaft genießt in allen Regionen der Welt ein höheres Vertrauen als Staat und Medien. Unternehmen aus Deutschland, Schweden und Kanada erreichen weltweit die höchsten Vertrauenswerte.
  • NGOs (Nichtregierungsorganisationen) sind in den entwickelten Ländern durchgängig die Institutionen, denen Meinungsführer das meiste Vertrauen entgegenbringen.
    In 16 Ländern wird der Einfluss der Wirtschaft auf die Gesellschaft von mehr Befragten positiv als negativ beurteilt. Deutschland ist das einzige Land der Untersuchung, in dem die große Mehrheit (58%) glaubt, die Wirtschaft habe eher einen negativen Einfluss auf die Gesellschaft. Nur ein knappes Drittel (31%) sieht eher positive Auswirkungen.
  • Die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung ist aus Sicht der Befragten die zweitwichtigste Vertrauensquelle für Unternhemen. Nur eine hohe Qualität der Produkte und Dienstleistungen ist für das Vertrauen wichtiger.
  • Über 70% der Befragten in Nord-Amerika und Asien sind der Meinung das Unternehmen soziale und ökologische Probleme besser lösen können als jede andere Institution. In Europa stimmen dieser Aussage 57% und in Latein-Amerika 63% zu.

Aus den Ergebissen der Befragung schlussfolgern die Autoren, dass die Wirtschaft eine sehr gute Chance hat die Führungsrolle zu übernehmen, wenn es um die aktuellen gesellschaftlichen Probleme, wie etwa den Klimawandel, geht.

 


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