Institutionelle Investoren bewerten den quantitativen Einfluss von CSR-Themen auf den Unternehmenswert

01. März 2007

In welchem Maße ergeben sich aus ökologischen, sozialen und Corporate Governance-Themen Risiken für den Unternehmenswert? Zu dieser Frage hat die Researchagentur EIRIS Ende 2006 eine Befragung unter 40 institutionellen Investoren durchgeführt und die Ergebnisse jüngst veröffentlicht.

Die befragten institutionellen Investoren identifizierten die 15 Branchen, in denen ökologische, soziale und Corporate Governance-Themen (ESG) einen signifikanten Einfluss auf den Unternehmenswert ausüben. Diese 15 Branchen repräsentieren über 50% der gesamten Marktkapitalisierung des Aktienindex FTSE All World Developded Index.

Ergebnisse der Studie

  • Bei 10 Branchen gehen über 90% der Befragten davon aus, dass ESG-Themen kurz- bis mittelfristig (3-5 Jahre) den Unternehmenswert beeinflussen werden.
  • Rund ein Drittel ist der Meinung, dass ESG-Themen über 10% des Unternehmenswerts betreffen; etwa jeder zehnte Befragte sieht sogar über 25% des Unternehmenswerts in Gefahr.
  • Öl- und Gasproduzenten sowie die Versorgerbranche sind nach Ansicht der institutionellen Investoren, die am stärksten von ökologischen, sozialen und Corporate Governance-Themen betroffenen Branchen.
  • Der Klimawandel wird von den Befragten als eines der bedeutendsten ESG-Thema angesehen. Insbesondere die Automobil-, Luftfahrt, Elektrizitäts-, Wald- und Papierbranche seien davon betroffen.

Peter Webster, Geschäftsführer von EIRIS, äußerte zu den Ergebnissen: "ESG-Themen können sowohl Chancen als auch Risiken für Investoren beinhalten. Die Berücksichtigung dieser Themen in Investmentprozessen kann von daher sowohl der Sicherung des Unternehmenswertes als auch der Positionierung der betroffenen Unternehmen in diesen Fragen dienen."