Ergebnisse des Zweiten Freiwilligensurveys Ehrenamtliches Engagement in Deutschland

01. Juli 2006

Die im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführte Studie betrachtet Trends des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland. Circa 36% aller deutschen Bürger (23,4 Millionen) über 14 Jahren sind zurzeit ehrenamtlich engagiert. Das Freiwilligensurvey 2004 beinhaltet erstmals auch Aussagen über die Unterstützung der Arbeitgeber für das Ehrenamtsengagement ihrer Beschäftigten.

Die Ergebnisse der Studie deuten auf eine starke Nähe von beruflicher und freiwilliger Tätigkeit hin. Immerhin 23% der ausgeübten ehrenamtlichen Tätigkeiten stehen in enger Verbindung zur Berufstätigkeit der Freiwilligen. 29% der freiwillig Engagierten gaben an, dass sie von ihrem Arbeitgeber bei ihren Ehrenamtseinsätzen unterstützt werden. 53% der Befragten erhalten keine Unterstützung ihres freiwilligen Engagements durch die Arbeitnehmer. Nur 18% der Befragten gab an, dass eine solche Unterstützung durch den Arbeitgeber unnötig sei. Das unausgewogene Verhältnis 29% zu 53% zeigt jedoch eindeutig den Handlungsbedarf für Verbesserungen in diesem Bereich auf.

Die Unterstützung durch den Arbeitgeber äußert sich meist in Formen von flexibler Arbeitszeitregelung, Freistellungen und der Nutzung der betrieblichen Infrastruktur wie Telefon, Kopierer, Internet und Fax. Allerdings verhalten sich die Arbeitgeber zurückhaltender, wenn es um die Integration des freiwilligen Engagements in die Personalpolitik geht. Freiwilliges Engagement der Arbeitnehmer wird bei Entscheidungen über Beförderungen und Belobigungen von Beschäftigten kaum berücksichtigt.