Österreichsche Studie "Ethik und Ökonomie"

20. Oktober 2006

CSR ist in Österreich zunehmend ChefInnensache und wird als Chance für Unternehmen gesehen, so das Ergebnis der Studie "Ethik und Ökonomie" im Auftrag der Wiener Gruppe für Integritätsmanagement und gesellschaftliche Verantwortung.

Für die Studie wurden 150 Führungskräfte der österreichischen Wirtschaft und ein repräsentativer Ausschnitt der österreichischen Bevölkerung als Vergleichsdaten befragt. Die Untersuchung basiert auf Vergleichsdaten aus 1990 und 1995.

Ergebnisse im Überblick

Von den 150 Führungskräften gaben rund 50% an, im Beruf manchmal zu Handlungen gedrängt zu werden, durch welche sie in innere Konflikte geraten (1995: 74%) und für 93,3% ist das eigene Gewissen maßgeblich bei der Entscheidungsfindung zwischen Gut und Böse (1995: 72%). Für 45% der Führungskräfte ist die Verwirklichung ethischer Grundsätze in ihrem Unternehmen kein Problem (1995: 27%). Allerdings zeigt die Studie, dass die Bereitschaft der Unternehmen zum Dialog mit ihren Stakeholdern und die Einbindung verschiedener Unternehmensbereiche noch verbesserungsfähig ist. Desweiteren ergab die Studie, dass 69% aller befragten Führungskräfte CSR als Chance und Zukunftsthema wahrnehmen, allerdings sind erst 16,6% Teil einer Organisation oder Initiative im Zusammenhang zu CSR oder Nachhaltigkeit. Zudem benötigen viele Unternehmen noch Hilfestellungen hinsichtlich CSR.