Das Stadtwerk als "guter Bürger" – Die Ergebnisse einer Online-Umfrage des Verbandes Kommunaler Unternehmen

16. August 2005

"Spenden, stiften, fördern – nahezu alle Stadtwerke sind in dieser Weise aktiv und leisten so einen freiwilligen Beitrag zur Lösung auch gesellschaftlicher Probleme. Doch vielfach sind diese CSR-Projekte nicht das Ergebnis strategischer Konzepte, zu denen es ausformulierte Leitlinien gibt, sondern es sind eher punktuelle Reaktionen auf gerade an kommunale Unternehmen herangetragene Wünsche von außen.

Gleichermaßen fehlt daher oft auch ein entsprechendes Kommunikationskonzept für die Darstellung dieses Engagements in der Öffentlichkeit", so fasst der VKU das Ergebnis einer Online-Befragung von Stadtwerken zu ihrem gesellschaftlichen Engagement zusammen.

"Von der Unterstützung des Vereinslebens, der Förderung von Stadtkultur und Sport bis hin zur finanziellen und ideellen Hilfe für die Schulen vor Ort reicht das Spektrum, wie die Online-Umfrage des VKU gezeigt hat. Danach ist Corporate Citizenship eindeutig „Chefsache“: Bei 84 % der Befragten liegt die Federführung beim Vorstand bzw. bei der Geschäftsführung, unterstützt von PR-/Marketing-abteilung. Nur bei 14 % gibt es jedoch klar ausformulierte Leitlinien, die als Entscheidungskriterien herangezogen werden können. Das Engagement ist daher auch eher „historisch“ gewachsen (66 %) und es erfolgt vergleichsweise ungeplant, eher nach spontanen Anfragen von außen (48 %). Als Hauptgrund (89 %) für die Aktivitäten wird angegeben, dass man als kommunales Unternehmen seiner besonderen gesellschaftlichen Verantwortung vor Ort gerecht werden möchte. Natürlich sieht man auch Vorteile im Hinblick auf Image und Reputation. Wirtschaftliche Argumente stehen dagegen ganz hinten bei den Beweggründen. 37 % der Befragten geben 150.000 € und mehr, 61 % bis zu 50.000 €, für das gesellschaftliche Engagement aus. Damit dürfte bei den Stadtwerken der Umsatzanteil dieser Mittel, der bundesweit 2 ‰ beträgt, höher sein als in der privaten Wirtschaft. Bei den Fördergebieten steht der Sport (36 %), gefolgt von der Kultur (22 %) vorne. Danach kommen Soziales (16 %) und Bildung (11 %). Geld- und Sachspenden (80 %) stehen eindeutig im Vordergrund. Immerhin stellen 11 % auch eigene Mitarbeiter für gemeinnützige Projekte frei."


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Die Studie als PDF (1.236kb)