Weltweiter Bericht über die Verletzung von Gewerkschaftsrechten

07. Juni 2006

Während des Jahres 2005 wurden 115 Gewerkschafter/innen aufgrund ihres Einsatzes für die Gewerkschaftsrechte ermordet, mehr als 1.600 wurden gewaltsam angegriffen und rund 9.000 verhaftet, heißt es in der heute veröffentlichten Jährlichen Übersicht des IBFG über die Verletzungen von Gewerkschaftsrechten. Nahezu 10.000 Beschäftigte wurden aufgrund ihrer Gewerkschafts arbeit entlassen und an die 1.700 inhaftiert.

Auf einzelne Regionen und Länder bezogen zeigt der Bericht:

  • Lateinamerika bleibt die gefährlichste Region für Gewerkschaftsengagement
  • Andere Länder, in denen Gewalt und Repressionen gegenüber Gewerkschaftlern angewendet werden sind Irak, Iran, El Salvador, Dschibuti, China, Kambodscha, Guatemala, Zimbabwe und Myanmar
  • Manche der arabischen Golfländer fahren damit fort, Gewerkschaften zu bündeln während in einigen anderen Ländern einschließlich Nord Korea regierungskontrollierte „Offizielle Gewerkschaften“ an der Tagesordnung sind
  • In Australien wurden durch die Regierung neue Gesetze erlassen, die der Arbeiterschaft den meisten grundlegenden Schutz entzieht.

Zusammenfassend zeigt der Bericht vor allem für Frauen, Arbeiter mit Migrationshintergrund und Arbeiter im öffentlichen Sektor beunruhigende aufkommende Trends. Die Zahl der Todesopfer ging im Jahr 2005 etwas zurück, trotzdem stieg die Zahl der Anfeindungen und Übergriffen auf Arbeiter, die ihre Rechte einfordern.