Trends in der Nachhaltigkeitsberichterstattung

17. Februar 2017

GRI und SustainAbility stellen in ihrem Bericht "Future Trends in Sustainability Reporting" die Ergebnisse einer Arbeitsgruppe von 13 Unternehmen zu künftigen Themen der Nachhaltigkeitsberichterstattung vor. Klimawandel, Menschenrechte, Reichtumsgefälle sowie moderne Technologien wurden als wichtigste Trends identifiziert.

Ergebnisse der Studie:

  • Klimawandel: In der Arbeitsgruppe herrschte Konsens darüber, dass  sich für Unternehmen nicht die Frage stellt ob sie in Bezug auf den Klimawandel aktiv werden, sondern wie und wie schnell sie dies tun. Unternehmen werden dabei insbesondere als Anbieter von Klimaschutzlösungen betrachtet.
  • Menschenrechte: Die Erwartungen an eine Berichterstattung zum Thema Menschenrechte wachsen. Die Erfüllung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten wird dabei als Minimalanforderung betrachtet. Es wird erwartet, dass Menschenrechtsaspekte mit Bezug zu Arbeitnehmerrechten und mit Bezug zu natürlichen Ressourcen weiter an Bedeutung gewinnen werden.
  • Reichtumsgefälle: Aus großen Einkommensunterschiede können sich vielfältige Herausforderungen für Unternehmen entwickeln. Insbesondere Löhne über dem Existenzminimum (living wage), gendergerechte Löhne sowie die ungleiche Verteilung von Macht werden als wichtige Themen für künftige Nachhaltigkeitsberichte genannt.
  • Moderne Technologien: Der Umgang mit modernen Technologien und Daten in Unternehmen wird zugleich als Herausforderung und Chance für die Zukunft der Nachhaltigkeitsberichterstattung bewertet. Große Chancen werden in Online-Berichten und der Einbettung von Nachhaltigkeitsdaten in Ziel- und Managementsysteme gesehen. Gleichzeitig muss jedoch sichergestellt werden, dass qualitativ hochwertige und vergleichbare Daten bereitgestellt werden und auch verarbeitet werden können.

Zur Arbeitsgruppe "The Corporate Leadership Group on Reporting 2025" gehörten Vertreter von 13 internationalen Unternehmen, darunter Telefónica.

 


Weiteres zum Thema

Zur Studie