Grüne Transformation in der Arbeitswelt auf dem Vormarsch

10. März 2017

Die Umstellung von Produkten und Prozessen Richtung Nachhaltigkeit geht weit über klassische Betriebe in der Umweltbranche hinaus. Laut einer qualitativen Studie von UnternehmensGrün, dem Bundesverband der grünen Wirtschaft setzen die befragten Unternehmen beim sogenannten „Greening“ überwiegend auf die Verbesserung der internen Prozesse sowie die Energie- und Materialbereitstellung.

Für die Gestaltung von Prozessen und Produkten werden ein grünes Bewusstsein (green awareness) sowie Kenntnisse über allgemeine und berufsspezifische ökologische Zusammenhänge als zentral angesehen.

Ergebnisse der Studie

  • Zunehmend mehr Unternehmen betreiben „Greening“  von innen heraus – auch in konventionellen Branchen.
  • Der Transformationsprozess im Unternehmen wird durch eine Ausweitung umwelt-, klima- und ressourcenschonender Produkte, Technologien und Dienstleistungen charakterisiert.
  • Treiber sind oft junge Mitarbeitende und engagierte Führungskräfte.
  • Grünes Wissen ist in den (berufsbildenden) Lehrplänen wenig vertreten.
  • Mathematisch-technische Qualifikationen sind auch rund um Nachhaltigkeit stark gefragt.
  • Für die Berufsorientierung bietet das „Greening“ neue Ansätze zur Nachwuchsgewinnung.
  • Kostenfaktoren, Lobbyeinflüsse sowie fehlendes Wissen der Mitarbeitenden und Unternehmen werden als Hemmnisse der Transformation identifiziert.

Die Studie „Greening der Berufe und nachhaltige Arbeitswelt: Auf dem Weg zu einer kohlenstoffarmen und ressourceneffizienten Wirtschaft“ wurde von UnternehmensGrün, dem Bundesverband der grünen Wirtschaft im Rahmen des Projektes "mach Grün! Berufe entdecken und gestalten" erstellt. Im Rahmen der qualitativen Erhebung wurden 20 Unternehmen ab Abteilungsleitungs-Ebene befragt.


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