KnowTheChain-Bericht analysiert Zwangsarbeit in globalen Lieferketten von drei Sektoren

22. April 2017

Im Jahr 2016 identifizierte KnowTheChain 60 Unternehmen aus drei Sektoren (Informations- & Kommunikationstechnologie, Nahrungsmittel und Getränke sowie Bekleidung & Schuhe) und bewerte diese in einem Ranking hinsichtlich ihrer Bemühungen, Zwangsarbeit in ihren globalen Lieferketten zu verhindern. Eine Analyse dieser Benchmarks zeigt nun branchenübergreifende Vergleiche, sowie Beispiele für bewährte Verfahren auf und spricht darüber hinaus Empfehlungen für zukünftige Schritte zur Bekämpfung der Risiken von Zwangsarbeit aus.

Die 60 Unternehmen wurden in sieben Kategorien (Engagement und Governance, Rückverfolgbarkeit und Risikobewertung, Einkaufspraktiken, Rekrutierung, Mitspracherecht der Arbeiter, Überwachung und Abhilfemaßnahmen) bewertet und erhielten darauf basierend eine Punktzahl von 100 möglichen Punkten. Die Analyse zeigt, dass alle bewerteten Unternehmen noch Handlungsbedarf haben, um das Risiko der Zwangsarbeit in ihren Lieferketten wirklich anzugehen.

Einige wichtige Erkenntnisse in den drei Sektoren: 

  • Die durchschnittlichen Punkte in den Sektoren lagen unter 50/100, was auf erhebliche Verbesserungspotenziale hindeutet
  • In jedem Sektor erhielt ein Unternehmen eine Punktzahl von 0/100
  • Bekleidungsunternehmen sind hinsichtlich ihrer Bemühungen weiter fortgeschritten als Nahrungsmittel- und  Getränkefirmen. Dies spiegelt das Niveau der medialen Aufmerksamkeit und des zivilgesellschaftlichen Drucks wider, den Unternehmen in den Sektoren unterschiedlich stark ausgesetzt sind
  • Engagement mit Arbeitern in der Lieferkette sowie Abhilfemaßmnahmen für Arbeitnehmer, deren Rechte verletzt wurden sind Bereiche in denen es bisher nur begrenzten Fortschritt gab
  • Die Entwicklung von Lieferkettenverpflichtungen und deren Überwachung sind weiter fortgeschritten bei direkten Zulieferern

Die Studie wurde durchgeführt von Business & Human Rights Resource Centre und Sustainalytics.


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