Wettbewerbsfaktor Vielfalt unterschätzt

11. November 2016

Zwei von drei Unternehmen in Deutschland sind auf absehbare Veränderung durch eine vielfältige Arbeitswelt nicht vorbereitet. Zu diesem Schluss kommt die Studie "Diversity in Deutschland" der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) in Zusammenarbeit mit der Charta der Vielfalt.

Ergebnisse der Studie:

  • Zwei Drittel der Unternehmen in Deutschland haben bislang noch keine Maßnahmen im Diversity Management umgesetzt, und auch für die Zukunft planen nur 19 Prozent konkrete Maßnahmen.
  • Eine Mehrheit von 65 Prozent der Befragten ist sich der Tatsache bewusst, dass die Einbindung unterschiedlicher Lebensmodelle, kultureller Perspektiven und Erfahrungen dem eigenen Unternehmen Vorteile bringt.
  • Drei Viertel der Unternehmen erkennen, dass eine vielfältig zusammengesetzte Belegschaft die Offenheit und Lernfähigkeit, und damit auch die Zukunftsfähigkeit sicherstellt.
  • Die Studie zeigt, dass bei dem Drittel der Unternehmen und Institutionen, die aktives Diversity Management betreiben, vor allem Maßnahmen der Flexibilisierung von Arbeitszeit und Arbeitsort, sowie Maßnahmen der Personalgewinnung und Personalentwicklung im Vordergrund stehen.
  • Die Mehrheit der Organisationen hält den Erfolg von Diversity-Maßnahmen für messbar. Als das am besten geeignete Instrument hierzu gilt die Personalbefragung

Im Auftrag von EY und Charta der Vielfalt hat das Darmstädter Marktforschungsinstitut Reimund Research 349 Organisationen befragt, welche die Selbstverpflichtung „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet haben. Zugleich wurden Personalverantwortliche in 250 zufällig ausgewählten Unternehmen befragt, welche die Selbstverpflichtung nicht unterzeichnet haben. Die Studie wurde anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Charta der Vielfalt erstellt.


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