Reportingstandard G4 etabliert sich zunehmend in der Nachhaltigkeitsberichterstattung der DAX 30-Unternehmen

26. Juli 2016

Die Kirchhoff Consult AG hat zum dritten Mal in Folge die Umsetzung des Standards G4 der Global Reporting Initiative (GRI) bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung der Dax 30-Unternehmen untersucht. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass für das Geschäftsjahr 2015 19 der 30 untersuchten DAX-Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsthemen nach dem Reportingstandard G4 berichten.

Gegenstand der Untersuchung waren sowohl separate Nachhaltigkeitsberichte als auch kombinierte Berichte, in denen die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren in einem eigenständigen Kapitel behandelt werden, beziehungsweise integrierte Berichte, die diese Indikatoren einbeziehen. Dabei wurden alle Berichte berücksichtigt, die bis Anfang Juni 2016 veröffentlicht waren.

Ergebnisse der Studie:

  • Lediglich sechs der 19 Unternehmen nutzen das umfassende Comprehensive-Modell, 13 berichten nach dem schlankeren Core-Modell. Fünf DAX-Unternehmen haben die Veröffentlichung eines Nachhaltigkeitsberichts angekündigt, vier der deutschen Blue Chips verzichten noch auf komplett auf eine Nachhaltigkeitsberichterstattung.
  • Einen separaten Nachhaltigkeitsbericht erstellten 13 Gesellschaften, während die verbleibenden sechs Unternehmen bereits einen integrierten beziehungsweise kombinierten Bericht nach dem G4-Standard publizierten. Gegenüber der letztjährigen Untersuchung hat sich die Anzahl integrierter G4-Nachhaltigkeitsberichte von DAX-Unternehmen verdreifacht.
  • Bei der Umsetzung des Berichtsstandards G4 gibt es nach wie vor deutliche Unterschiede, insbesondere bei der Festlegung der für die Unternehmen „wesentlichen" Themen. Hier liegt die Spanne mit 5 bis 55 Aspekten ähnlich hoch wie im vergangenen Jahr (2014: 6 bis 53 Aspekte). Entsprechend unterschiedlich fällt der Prozess der Materialitätsanalyse aus. Die Studie zeigt jedoch, dass im Vergleich zu den Vorjahren weniger Aspekte berichtet werden beziehungsweise eine Clusterung nach Themenfeldern Einzug hält.
  • Dem Dialog mit ihren Anspruchsgruppen messen die Unternehmen eine anhaltend große Bedeutung bei. 17 der 19 untersuchten Unternehmen, die eine Materialitätsanalyse durchführen, beziehen ihre Stakeholder über Befragungen oder einen Dialog zur Bestimmung ihrer wesentlichen Themen ein.

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