Verantwortliche Lieferketten und SDGs: Unternehmen wünschen sich mehr Unterstützung

10. August 2016

Die Studie "The State of Sustainable Supply Chains: Building Responsible and Resilient Supply Chains" von Global Compact und EY fragt, wie Unternehmen weltweit gesellschaftliche Verantwortung in ihr Lieferkettenmanagement integrieren und inwieweit sie dabei die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen einbeziehen.

Ergebnisse der Studie:

  • Für einen Großteil der befragten Unternehmen ist Risikominimierung der wichtigste Treiber für verantwortliche Lieferketten. Ein Drittel gibt an, sich insbesondere mit dem Thema zu beschäftigen um in Übereinstimmung mit gesetzlichen Regelungen zu handeln. Gleichzeitig streben viele Unternehmen mehr als Risikomanagement an, zum Beispiel einen "Shared Value" mit Stakeholdern oder die Differenzierung ihrer Produkte und Dienstleistungen.
  • Die Verantwortung für nachhaltige Lieferketten liegt nicht nur bei Einkäufern: Nur in 47% der Unternehmen verantworten Supply Chain/Einkauf das Thema primär. In 26% der Unternehmen ist die CSR-Abteilung verantwortlich. Auch die Bereiche Finance/Operations (16%), Risk (5%), Legal/Corporate Affairs (4%) und Marketing (2%) werden genannt. Dreiviertel der Unternehmen geben zudem an, einen funktionsübergreifenden Ansatz zu verfolgen.
  • Als wichtigste Herausforderung wird die Arbeit mit Tier 2 oder Tier 3 Lieferanten genannt. Die befragten Unternehmen nutzen zunehmend moderne Technologien, um ihre Sichtbarkeit und ihren Einfluss in diesen vorgelagerten Teilen der Lieferkette zu erhöhen.
  • 78% der Unternehmen arbeiten mit NGOs, Brancheninitiativen und/oder Regierungen zusammen und beziehen sich auf internationale Rahmenwerke zum Thema.
  • 37% der Unternehmen haben bereits damit begonnen, die Sustainable Development Goals in ihre CSR- und Supply Chain-Ziele zu integrieren oder planen dies für die Zukunft. Ein Großteil der übrigen Unternehmen benötigt dafür noch weitere Unterstützung - zur Messung ihres Impacts oder um ihre eigene Verantwortung besser zu verstehen.

Für die Studie wurden branchenübergreifend Nachhaltigkeits- und Einkaufsexperten aus 70 Unternehmen weltweit befragt.


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