Nachhaltigkeit: Mehr als eine Worthülse?

03. November 2016

Das Thema Nachhaltigkeit ist in aller Munde: Egal ob beim Einkaufen, beim Kochen am heimischen Herd oder auf Reisen. So verwundert es kaum, dass ein Großteil der Menschen mit diesem Begriff etwas anfangen kann. Dies zeigen aktuelle Ergebnisse einer Umfrage, für die die GfK Marktforschung im Auftrag des GfK-Vereins zum fünften Mal in Folge gut 1.000 Personen befragt hat.

Ergebnisse der Studie:

  • Insgesamt 88 Prozent haben schon einmal von Nachhaltigkeit gehört; das sind drei Prozentpunkte mehr als 2015. Nachdem die Bekanntheit des Ausdrucks im vergangenen Jahr stagnierte, ist 2016 wieder ein Kenntniszuwachs zu verzeichnen. Fast die Hälfte der Deutschen (48 Prozent) sagt in der aktuellen Umfrage von sich, den Begriff sicher zu kennen. Vor einem Jahr waren es nur 38 Prozent.
  • Zwischen Mann und Frau bestehen in puncto Wissensstand keine Unterschiede mehr. Während sich die Männer in den Vorjahren meist noch etwas sicherer gaben als die Frauen, liegen beide Geschlechter nun gleich auf.
  • Vor allem die mittleren Generationen sind bereits mit Nachhaltigkeit in Berührung gekommen: 90 Prozent der 50- bis 64-Jährigen und 91 Prozent der 35- bis 49-Jährigen haben ihn schon einmal gehört oder gelesen.
  • Wie schon in den Befragungen zuvor, fällt den meisten Befragten auch heute spontan umweltbewusstes Handeln und Wirtschaften ein, wenn sie an Nachhaltigkeit denken. Erneut stehen diese Themen für mehr als jeden vierten Befragten (29 Prozent) im Vordergrund. 18 Prozent verbinden Nachhaltigkeit heute mit dem Sparen von Ressourcen wie Wasser oder Erdöl; das ist ein Plus von 7 Prozentpunkten im Vergleich zu 2015. Ebenso viele denken an den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen. Und für 13 Prozent steht der Begriff in erster Linie für Wiederverwertbarkeit.
  • Dass Umweltaspekte die Spitze der Rangliste dominieren, war nicht immer so. 2012 rangierte Dauerhaftigkeit noch auf Platz eins der Assoziationen. Gut jeder fünfte Befragte verband damals Nachhaltigkeit mit diesem weit gefassten Begriff, heute tut das nur noch gut jeder Zehnte (12 Prozent). Die Vorstellungen, die sich die Deutschen vom Thema machen, haben in den vergangenen Jahren offenbar immer konkretere Züge angenommen.

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