Moralanspruch und Misstrauen: Erwartungen der Millennials

15. Juni 2016

Das diesjährige Millennial Survey von Deloitte untersucht die Erwartungen und Erfahrungen jüngerer Arbeitnehmer. In Deutschland vertraut demnach nur gut die Hälfte der Befragten darauf, dass Unternehmen einen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisten.

Ergebnisse der Studie:

  • Für ein Drittel der befragten deutschen Millennials sind die eigenen Moralvorstellungen ausschlaggebend für Entscheidungen am Arbeitsplatz. Unternehmensrichtlinien einzuhalten spielt für 25 Prozent eine Rolle.
  • 57 Prozent der Befragten haben Vertrauen in den positiven Beitrag von Unternehmen auf die Gesellschaft. Diese Zahl sank im Vergleich zur Vorgängerstudie um 4 Prozentpunkte und ist vergleichsweise niedrig: Global sind 73 Prozent der Befragten von einem positiven Betrag der Unternehmen überzeugt.
  • Die Leistung eines Unternehmens sollte nicht nur über seinen finanziellen Erfolg gemessen werden. Dem stimmen weltweit 87 Prozent der Befragten zu. Nur in Südkorea und Deutschland lehnt ein signifikanter Teil der Befragten dies ab (Korea: 30 Prozent, Deutschland 22 Prozent).
  • Auf die Frage, welche Werte für den langfristigen Erfolg eines Unternehmen entscheidend sind, antworteten 26 Prozent mit mitarbeiterbezogenen Aspekten, dicht gefolgt ethischem Verhalten, Vertrauen und Ehrlichkeit (25 Prozent). Es folgen Kundenfokus und Qualität/Verlässlichkeit. CSR und Umweltaspekte sind für acht Prozent der Befragten besonders wichtig.

Für die Studie wurden weltweit 7.700 Millennials aus 29 zu ihren Erwartungen und Erfahrungen befragt. Alle Befragten wurden nach 1982 geboren, verfügen über einen Universitätsabschluss und arbeiten Vollzeit, meist in Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern.


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