Nachhaltigkeit und finanzieller Erfolg gehen Hand in Hand

29. April 2016

Haben Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren einen positiven Effekt auf die Finanzperformance? Eine Studie der Deutschen Asset Management und der Universität Hamburg belegt diesen Zusammenhang. Überdies wird in der Studie analysiert, ob der Effekt über die Zeit stabil ist und wie er sich in verschiedenen Weltregionen, Anlageklassen und ESG-Teilbereichen unterscheidet.

Ergebnisse der Studie:

  • Seit Mitte der 1990er Jahre ist die Zahl empirischer Studien zum Thema stark gestiegen und hat vor einigen Jahren die Marke von 2.000 überschritten.
  • 90% aller Ergebnisse sind nicht negativ - mit einem überwältigenden Anteil positiver Resultate (Metaanalysen: 72,4%). Die Ergebnisse sind statistisch hoch signifikant.
  • Die durchschnittliche Korrelation in unabhängigen Primärstudien ist seit Mitte der 1990er Jahre unverändert.
  • Es gibt keinen dominierenden Faktor unter den ESG-Teilbereichen. Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte sind ähnlich wichtig für die finanzielle Performance eines Unternehmens.
  • ESG-Chancen existieren in vielen Bereichen des Marktes. Insbesondere gilt dies für Schwellenländer und Nordamerika, sowie für Nicht-Aktienklassen wie Anleihen und Immobilien.

Für die Studie "ESG and financial performance: aggregated evidence from more than 2000 empirical studies" (Autoren: Gunnar Freide, Timo Busch und Alexander Bassen) wurden nahezu alle wissenschaftlichen Studien ausgewertet, die seit 1970 zum Zusammenhang von ESG-Faktoren und Finanzperformance veröffentlicht wurden. Dies sind mehr als 2.200 empirische Studien.