Integrierte Berichterstattung: Potential wird noch nicht ausgeschöpft.

04. Mai 2016

Stakeholder Reporting untersucht in einer Studie die Qualität integrierter Berichte von 21 deutschen Unternehmen. Im Vergleich zur Vorgängerstudie lassen sich zwar sowohl quantitative als auch qualitative Verbesserungen feststellen, doch die Unterschiede zwischen Vorreitern und der breiten Mehrheit sind groß.

Ergebnisse der Studie:

  • Alle Unternehmen die schon 2014 einen integrierten Bericht veröffentlicht haben, schnitten mit dem Folgebericht besser ab (im Mittel um 7%).
  • Kein Unternehmen erfüllt die Bewertungskriterien zu mehr als 80%. Die Kategorie "exzellenter" Berichte bleibt somit unbesetzt. Die Zahl "guter" Berichte nimmt zu: Während in der Vorgängerstudie von 2012 kein Unternehmen die 60%-Marke übersprang, waren es 2015 vier: SAP (74,5%), Deutsche Bahn (72,1%), EnBW (66%) und BASF (65%)
  • Vier Berichte wurden mit einem Ergebnis von weniger als 30% als verbesserungswürdig eingestuft.
  • Qualitative Verbesserungen gab es insbesondere in der Beschreibung von Strategie und Geschäftsmodell, der Darstellung der Unternehmensperformance und der Erläuterung wesentlicher Chancen und Risiken. Keine Verbesserungen konnten bei der Darstellung von Governance- und Compliance-Themen ausgemacht werden.

Ein Detailranking bietet Informationen und Good-Practice Beispiele zu den fünf Bewertungskategorien "Strategie & Geschäftsmodell", "Governance & Compliance", "Unternehmensperformance", "Ausblick" und "Stakeholder & Materiality").

SAP und BASF sind Mitglieder im UPJ-Unternehmensnetzwerk.