Überdurchschnittliche Zuwächse bei Nachhaltigen Geldanlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz

11. Mai 2016

Das Volumen Nachhaltiger Geldanlagen hat 2015 in Deutschland, Österreich und der Schweiz kräftig zugelegt. Dies geht aus dem "Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen" des Fachverbands Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) hervor. Demnach sind Investments, bei denen neben finanziellen auch ökologische und soziale Kriterien Berücksichtigung finden, um 65 Prozent auf 326 Milliarden Euro angewachsen. In allen drei Ländern konnte das nachhaltige Segment ein höheres Plus verzeichnen als sein konventionelles Pendant.

Ergebnisse der Studie:

  • Das Volumen des nachhaltigen Anlagemarktes in Deutschland, Österreich und der Schweiz umfasste Ende 2015 insgesamt 326,3 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von 65%.
  • Der Hauptanteil des Marktes entfällt auf Mandate und selbstverwaltete Vermögen von Asset Ownern (59%), gefolgt von Kundeneinlagen und Eigenanlagen (21%) und Investmentfons (20%). Im Jahr zuvor lagen Kundeneinlagen und Eigenanlagen noch an erster Stelle.
  • Der größte Anteil zum Wachstum des Marktes und mit 55% der größte Anteil des Gesamtvolumens stammt aus der Schweiz. Deutschland trägt 42% bei, Österreich 3%.
  • Am weitesten verbreitet ist der Ausschluss von Streumunition und Antipersonenminen. Er wird auf 4,3 Billionen Euro angewendet. Es folgen Massenvernichtungs- bzw. ABC-Waffen, die zusätzlich für 1,8 Billionen Euro als Ausschluss definiert sind sowie der Ausschluss von Spekulationen mit Nahrungsmitteln (369 Milliarden Euro).

Das FNG stellt mit seinem Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen seit über zehn Jahren umfassende Statistiken zu den nachhaltigen Anlagemärkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Verfügung. Für den Bericht haben 89 Finanzakteure Daten zur Verfügung gestellt.


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