Corporate Responsibility Index untersucht erneut Qualität der Unternehmensverantwortung

07. Dezember 2015

Der Corporate Responsibility Index der Bertelsmann Stiftung untersucht die Umsetzung unternehmerischer Verantwortung in deutschen Unternehmen. Basierend auf den Ergebnissen leiten die Autoren der Studie acht Maximen ab, die zentrale Erfolgsfaktoren benennen und als Leitlinien dienen können.

Ergebnisse der Studie:

  • CSR hat im Vergleich zur Vorgängerstudie von 2013 eine anhaltend hohe Bedeutung für die teilnehmenden Unternehmen und das Anspruchsniveau steigt: Nur 25% der Befragten sind mit ihren aktuellen CSR-Aktivitäten vollkommen oder sehr zufrieden.
  • Die wichtigsten Erfolgsfaktoren für eine gelebte Unternehmensverantwortung sind die Unterstützung durch die Unternehmensleitung, eine gelebte Wertekultur im Unternehmen sowie die Integration sozialer und ökologischer Faktoren in die Wertschöpfungskette.
  • Eine große Herausforderung stellt die Messung der Ergebnisse von CSR-Aktivtäten dar. 35% der Befragten messen ihre Aktivitäten nicht. Am ehesten werden ökologische Auswirkungen durch CSR-Aktivitäten gemessen (58%), gefolgt von betriebswirtschaftlichen (43%) und gesellschaftlichen Wirkungen (32%).
  • Verbesserungspotentiale werden insbesondere im Zusammenhang mit sozialen und ökologischen Auswirkungen entlang der Lieferkette gesehen, insbesondere bei der Auditierung und Sanktionierung von Lieferanten. Nur 29% der Befragten sind mit ihren Aktivitäten in diesem Bereich zufrieden.

Zu den ermittelten Erfolgsfaktoren/Maximen gehören unter anderem der Dialog mit Stakeholdern, die Bestimmung und Etablierung eines Zielbilds für CSR sowie Unterstützung durch die Unternehmensleitung.

Im Rahmen des Corporate Responsibility Index 2015 wurden insgesamt 187 Unternehmen befragt. Die Datenerhebung erfolgte mithilfe eines Online-Fragebogens.


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