Auf einem Auge blind: Unternehmen kennen nur die Hälfte der Klimarisiken in ihren Lieferketten

03. Februar 2016

Großkonzerne sind sich ihrer direkten Klimaauswirkungen zum Großteil bewusst. Für ihre Lieferanten gilt das nicht immer. An der Studie "From Agreement to Action: Mobilizing suppiers toward a climate resilient world" von CDP und BSR nahm nur die Hälfte der angefragten Lieferanten teil.

Für die Studie wurden 7.879 Lieferanten von 75 multinationalen Unternehmen befragt. 4.005 Lieferanten nahmen an der Befragung teil.

Ergebnisse der Studie

  • 72% der Befragten sehen den Klimawandel als Risiko, das ihre Geschäftstätigkeit signifikant beeinflussen kann. Die Mehrzahl der Lieferanten (64%) nennt gesetzliche Regelungen zum Klimaschutz als Risiko, insbesondere Steuern auf Treibstoff, Energie und den CO2-Ausstoß.
  • Obwohl ein Großteil der Befragten den Klimawandel als Risiko einschätzt, hat sich weniger als die Hälfte der Lieferanten Ziele zur Verringerung der eigenen Emissionen gesetzt und nur ein Drittel hat ihre Emissionen im vergangenen Jahr gesenkt.
  • Der Anteil der Lieferanten mit Reduktionszielen liegt in der Europäischen Union am höchsten (54%) und in den USA am niedrigsten (34%).

Weiteres zum Thema

Zur Studie