Soziales Engagement, ja bitte! Doch Qualität und Leistung gehen vor

19. Oktober 2015

Die Mehrheit der Deutschen ist bereit, mehr Geld für Produkte und Dienstleistungen von Unternehmen auszugeben, die sich für Gesellschaft und Umwelt engagieren. Nur 18 Prozent lehnen dies ab. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Nielsen. Die Studie untersucht für 60 Ländern weltweit, wie sich Nachhaltigkeit und soziales Engagement auf das Kaufverhalten von Verbrauchern auswirken.

Ergebnisse der Studie:

  • Den größten Einfluss auf die Kaufentscheidung für Produkte des täglichen Bedarfs hat in Deutschland Qualität – sie belegt Platz Nummer eins im Ranking der Einflussfaktoren (79 Prozent). Auf Platz zwei folgt ein gutes Preis-Leistungsverhältnis (78 Prozent). Den dritten Platz belegt das Vertrauen in eine Marke (61 Prozent). Im europäischen Durchschnitt steht der Faktor Qualität auf Platz zwei (63 Prozent), ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis belegt bei den Europäern mit 67 Prozent den ersten Platz.
  • Faktoren, die auf das Engagement eines Unternehmens einzahlen, kommen bei den Deutschen auf den hinteren Plätzen. Erst wenn die Basis-Anforderungen an ein Produkt erfüllt sind, zählen beim Verbraucher Punkte wie etwa Umweltfreundlichkeit oder das soziale Engagement der Hersteller (52 Prozent). Die Bereitschaft, mehr für nachhaltige Produkte zu zahlen, ist bei den deutschen Verbrauchern im Vergleich zu einer Studie von vor vier Jahren jedoch um 20 Prozent gestiegen.
  • Stammt das Produkt von einem Unternehmen, das für sein soziales Engagement bekannt ist, wirkt sich dies zu 36 Prozent auf die Kaufentscheidung aus. Den gleichen Einfluss hat die Umweltfreundlichkeit eines Unternehmens mit ebenfalls 36 Prozent.
  • Umweltfreundliche Verpackungen sind bei den Deutschen sehr beliebt. Die Verbraucher geben an, dass sich eine umweltfreundliche Verpackung zu 40 Prozent auf ihre Kaufentscheidung auswirkt, während eine praktische Verpackung dies zu 36 Prozent tut.

Die Studie fand im Frühjahr 2015 statt. Dabei hat Nielsen mehr als 30.000 regelmäßige Internetnutzer in 60 Ländern befragt. Die Stichprobe ist nach Alter und Geschlecht für jedes Land basierend auf den jeweiligen Internetnutzern quotiert und gewichtet. Sie repräsentiert damit die Internetnutzer des Landes.


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