Freiwillige Nachhaltigkeitsstandards auf dem Vormarsch

15. August 2017

Der Bericht „The State of Sustainable Markets 2017: Statistics and Emerging Trends“ liefert einen statistischen Überblick zu Fläche, Produktionsvolumen und Produzenten für 14 Nachhaltigkeitsstandards für Bananen, Kakao, Kaffee, Baumwolle, Palmöl, Sojabohnen, Rohrzucker, Tee und Forstprodukte. Die Ergebnisse zeigen, dass der Marktanteil von Produkten mit einer Nachhaltigkeitszertifizierung rasant steigt.

Der Bericht umfasst die folgenden Standards: 4C, Better Cotton Initiative, Bonsucro, Cotton Made in Africa, Fairtrade International, Forest Stewardship Council, GLOBALG.A.P., IFOAM – Organics International, Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes, ProTerra Foundation, Rainforest Alliance/Sustainable Agriculture Network, Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO), Round Table on Responsible Soy (RTRS) und UTZ.

Die Hauptergebnisse:

  • Die meisten Nachhaltigkeitsstandards erlebten bezogen auf die zertifizierte Anbaufläche zwischen 2011 und 2015 ein signifikantes Wachstum. Die von der Better Cotton Initiative (BCI) zertifizierte Anbaufläche hat sich zwischen 2011 und 2015 auf 2,2 Millionen Hektar fast verneunfacht. Die des RTRS wurde um das Fünffache erhöht und liegt nun bei 0,7 Millionen Hektar. Die zertifizierte Fläche von Cotton Made in Africa und des RSPO verdreifachte sich zwischen 2011 und 2015.
  • Der Anteil der standardkonformen Flächen auf Rohstoffebene wuchs ebenfalls an. Die standardkonforme Anbaufläche von Baumwolle verdoppelte sich zwischen 2011 und 2015, während sich die standardkonforme Fläche des Anbaus von Bananen fast verdreifachte und die von Tee im gleichen Zeitrahmen mehr als verdoppelte. Somit sind nun mehr als 25% der für die Kaffeeproduktion verwendeten Flächen, 16% der zur Kakaoproduktion verwendeten Flächen, 15% der für die Ölpalmenproduktion verwendeten Flächen und 14% des Landes, das für die Teeproduktion verwendet wird, standardkonform.

Die Untersuchung basiert auf einer Partnerschaft zwischen dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), dem International Institute for Sustainable Development (IISD) und dem International Trade Centre (ITC).


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