UPJ (Druckversion): Social Case

Social Case

Viele Unternehmen erkennen, dass sie ihr Umfeld mehr als bisher beachten müssen, weil Entwicklungen außerhalb des Unternehmens für eine positive Unternehmensentwicklung an Bedeutung gewinnen: Bildung, sozialer Zusammenhalt, Toleranz, eine bedarfsbezogene soziale und kulturelle Infrastruktur, Eigeninitiative, Familienfreundlichkeit, Gesundheit, Qualifikation für Ausbildung und Arbeit - die weichen Standortfaktoren werden zunehmend als bedeutsame Faktoren für eine positive Unternehmensentwicklung auch in den harten Bereichen erkannt.

Unternehmen, die sich in diesen oder anderen Bereichen in Sozialen Kooperationen mit gemeinnützigen Organisationen und öffentlichen Verwaltungen über das traditionelle Spenden und Sponsern finanzieller Mittel hinaus mit vielfältigen Ressourcen und ihren spezifischen Kompetenzen in die Gestaltung ihres Umfelds einbringen, um damit einen Nutzen für ihre Entwicklung zu erzielen, leisten dabei auch einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme. Es entsteht ein handfester gesellschaftlicher Nutzen, ein so genannter "Social Case".

Zielebenen Sozialer Kooperationen
Gute Kooperationsprojekte erzielen einen vierfachen Mehrwert: für die beteiligten Unternehmen, für ihre gemeinnützigen Kooperationspartner, für deren Adressaten und für das Funktionieren des Gemeinwesens insgesamt. Damit dies gelingt, müssen sich die Kooperationspartner über das Ziel ihrer Kooperation im Klaren sein (Business Case: Gemeinwesen). Für den "Social Case" der Kooperation gibt es drei unterschiedliche Zielebenen:

Ob nur auf einer oder auf allen drei Ebenen: Im Ergebnis erweitert ein gutes Kooperationsprojekt die Problemlösungsfähigkeit der Organisation und die Funktionsfähigkeit des Gemeinwesens.

Nutzen Sozialer Kooperationen für gemeinnützige Organisationen
Für die Herangehensweise beider Partner sollte der Grundsatz gelten: Das Engagement des Unternehmens sollte einen "Unterschied" machen - d.h. durch die spezifischen Ressourcen und Kompetenzen, die gerade ein Unternehmen in ein Kooperationsprojekt einbringen kann, sollte ein "Mehr" an sinnvoller Leistung der Organisation oder im Gemeinwesen möglich werden, und nicht staatliche Mittel oder private Zuwendungen an die Organisation ersetzen. Für die gemeinnützige Organisation kann der Nutzen von Kooperationsprojekten in folgenden Bereichen entstehen:

Das heißt, dass auch die Organisationen ihre Soziale Kooperation mit Unternehmen als ein strategisches Instrument begreifen und handhaben müssen, um ihre ideellen Ziele besser erreichen zu können.

Kombiniert man die Nutzendimension mit allgemeinen Zielen von gemeinnützigen Organisationen (etwa analog zu den Oberzielen, die von Unternehmen verfolgt werden) - wirtschaftliche Erbringung von Leistungen, Wirkungen für die Adressaten steigern, soziales Kapital erhöhen - erhält man folgende Matrix.

Social Case Corporate Citizenship

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Weitere Informationen und Hintergrundinformationen zur Kooperation mit Unternehmen im Bereich Erste Schritte

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