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Verantwortlich wirtschaften in Wiesbaden – Unternehmen leisten ihren Beitrag für eine nachhaltige Stadt

06. Dezember 2016

Was bedeutet verantwortliche Unternehmensführung für Wiesbadener Unternehmen und was haben die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen damit zu tun? Wie setzen sich Betriebe für die Stadtentwicklung ein und warum wird Transparenz auch für mittelständische Unternehmen immer wichtiger? Diesen Fragen widmete sich der erste CSR Regio.Net Praxistag am 5. Dezember 2016 bei der IHK Wiesbaden, an dem auch 27 Firmen für ihr Engagement ausgezeichnet wurden.

Bild: Schäfer

CSR Regio.Net Wiesbaden begleitet Wiesbadener Unternehmen dabei, ihre Aktivitäten im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) zusammen mit anderen Unternehmen aus der Region voranzubringen. CSR steht dabei für verantwortliches Handeln in allen Bereichen der Unternehmenstätigkeit. Kern des Netzwerks waren 2016 eine Reihe von Qualifizierungs- und Vertiefungsworkshops sowie ein Praxisbesuch bei der Fraport AG in Frankfurt.

Marcel Engel vom Deutschen Global Compact Netzwerk verdeutlichte die Bedeutung der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen als Richtschnur für mittelständische Unternehmen, etwa in den Bereichen Armut, Klimaschutz und ressourcenschonende Produktion. Peter Kromminga, Geschäftsführender Vorstand von UPJ, ergänzte: "Ein wichtiges Ziel sind auch nachhaltige Städte. Um sie zu erreichen ist auch die Mitwirkung von Unternehmen gefragt: Betriebe aller Größen können ihren Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Umwelt in Wiesbaden leisten, am besten in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und anderen Akteuren der Stadtgesellschaft."

In parallelen Workshops stellten teilnehmende Unternehmen ihre Aktivitäten vor und diskutierten mit den Teilnehmern. So machte Marcus Fröb deutlich, dass SOKA-BAU als einem der größten Arbeitgeber und Vermieter in Wiesbaden "die positive Entwicklung des Gemeinwesens am Herzen liegt. Deshalb engagiert sich SOKA-BAU in vielfältiger Weise und übernimmt Verantwortung - zum Beispiel durch Patenschaften zur Förderung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund."
Für Christoph Holderrieth bietet CSR Regio.Net einen doppelten Nutzen: „Das Netzwerk unterstützt uns dabei, unsere CSR-Aktivitäten zu sortieren und weiterzuentwickeln. Gleichzeitig schätze ich als Geschäftsführer der Hofköche die Möglichkeit, mich mit anderen Unternehmern zu verantwortlicher Unternehmensführung auszutauschen.“

Oberbürgermeister Sven Gerich, Dr. Christian Gastl, Präsident der IHK Wiesbaden, und Peter Kromminga zeichneten 27 teilnehmende Unternehmen für ihr Engagement aus. „CSR ist gut für uns alle: gut für die Stadtgesellschaft, gut für die Unternehmen und gut für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagte Oberbürgermeister Sven Gerich. „Die Anforderungen an die Unternehmen steigen“, ergänzte IHK Präsident Gastl, „Sie sind immer stärker gefordert, Stellung zu beziehen: zu ihren Werten und zu ihrer Verantwortung für die Gesellschaft, in der sie wirtschaften. In unserer Wirtschaftsregion gibt es eine ganze Reihe guter Beispiele, wie Unternehmen diese Verantwortung leben.“

Für ihre Teilnahme an CSR Regio.Net Wiesbaden ausgezeichnet wurden:

Das Netzwerk ist offen für weitere Teilnehmer: Interessierte Unternehmen können sich bis zum 31. Januar 2017 bei Juliane Philipp-Lankes (juliane.philipp-lankes@wiesbaden.de) anmelden.

CSR Regio.Net Wiesbaden ist ein Projekt von UPJ in Kooperation mit und gefördert durch die Landeshauptstadt Wiesbaden. Die IHK Wiesbaden unterstützt die Umsetzung als strategischer Partner.

Von 2012 bis 2014 war CSR Regio.Net Wiesbaden Teil des bundesweiten Projekts CSR Regio.Net, und wurde im Rahmen des Programms „CSR – Gesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.


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